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Dienstag, 12. Dezember 2017
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Meeresmuseum
Entdeckung vom 01. Januar 2011

Entdeckung Nr.1

Meer hinter Klostermauern

2011 wird ein denkwürdiges Jubiläumsjahr. Das Deutsche Meeresmuseum feiert 60jähriges Bestehen. Seine Geschichte ist eng mit dem im Jahr 1251 gegründeten Katharinenkloster verbunden. Dort, wo einst die Mönche des Dominikanerordens im Mittelalter ihren Gottesdienst abhielten, liegt die Wiege des Deutschen Meeresmuseums.

 

Der Stralsunder Lehrer und Museumsgründer Otto Dibbelt stellte in den 50er Jahren in den Klosterräumen die Exponate seiner privaten Sammlungen zur Besichtigung aus. Unter Direktor Sonnfried Streicher wurde 1974 aus der ehemaligen Klosterkirche eine zeitlos schöne Ausstellungshalle, in der sich seitdem alles um das Thema Meer dreht. Diese Kombination aus gotischer Architektur und marinen Ausstellungen mit Aquarien machten das Deutsche Meeresmuseum berühmt.

 

Bevor das Museum einzog, kann die Katharinenhalle auf eine bewegte Vergangenheit zurückblicken. Kaum vorstellbar, dass hier Waffen lagerten, Waisenkinder vorübergehend ein Zuhause fanden, die Köpfe von Schülern rauchten, ja sogar Kohlköpfe sollen durch die Katharinenhalle gerollt sein. Ein Museum in einem Kloster unterzubringen, war eine ganz besondere Idee und eine große Herausforderung. Zwei zusätzliche Ausstellungsetagen wurden durch ein besonderes Stabwerk geschaffen, das heute noch als architektonisches Glanzstück gilt.  

 

Die Katharinenhalle trägt das älteste Großhallendach Deutschlands: im Jahr 2009 ergaben wissenschaftliche Untersuchungen im alten Dachstuhl unerwartet einen großen Bestand originaler Bauhölzer aus dem 13. Jahrhundert. Durch diesen Fund weiß man, dass nach der Klostergründung 1251 mehr als 100 Jahre an der Hallenkirche gebaut wurde: Balken im Chor und Teile der Hallenkonstruktion wurden ins Jahr 1282 bzw. 1292 zurück datiert.

 

In Zukunft soll nach dem Umzug des Sammlungsmagazins, das sich bislang auf dem Dachboden befindet, der beeindruckende Dachraum frei einzusehen sein.


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