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Freitag, 20. Oktober 2017
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Ozeaneum

Entdeckung Nr.10

Die Stahlhaut des OZEANEUMs

Weiß leuchtet das OZEANEUM. Fast weiß wie frisch gefallener Schnee, weiß wie die Wolken am Himmel oder die Segel eines großen Schiffes. Dann und wann spiegelt die Hülle im rot leuchtenden Ton den Sonnenuntergang am Stralsund wider oder aber wechselt in ein sanftes Grau wie der dunkle Himmel darüber.

 

Haut ist durchaus ein angemessener Begriff für die nur wenige Zentimeter dicken, mit einer Spezialbeschichtung versehenen 360 Stahlplatten. Sie erscheinen hauchdünn im Vergleich zu den gewaltigen Wänden des sonst massiven Baukörpers, wiegen aber insgesamt 800 Tonnen.  

 

Sich für eine Stahlhülle zu entscheiden, schien seinerzeit durchaus ein architektonisches Abenteuer mit ungewissem Ausgang. War im Modellentwurf noch vage eine Holzverkleidung aus kleinen Schindeln angedacht, fiel später die Entscheidung für große, für den Schiffbau typische Stahlplatten. Diese jedoch den Rundungen und freien Formen des Museumsbaus anzupassen und zu montieren, gilt als ingenieurtechnische Meisterleistung.

 

Ein digitales 3-D-Rechenmodell des Entwurfs ermöglichte es, die bis zu 16 Meter hohen Einzelteile zentimetergenau anzupassen. Die Stralsunder Firma Ostseestaal fertigte dafür Schablonen, mit denen die Bleche exakt gebogen wurden. Dabei gleicht keine der hohen Stahlplatte der anderen und jede passt nur an eine bestimmte Stelle. Mit der folgenden Montage betrat das Rügener Unternehmen flz Lauterbach Neuland, denn aus Schiffbaustahl werden eigentlich keine Fassaden gebaut. Ohne weitere Unterkonstruktion sind die Bleche punktweise an der Stahlkonstruktion des Gebäudes befestigt.


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