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Montag, 11. Dezember 2017
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Meeresmuseum

Entdeckung Nr.106

Geschenk unter Freunden

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft, sagt man. So gesehen sollte zwischen dem Deutschen Meeresmuseum und dem Naturkundemuseum Westfalen-Lippe in Münster wirklich alles zum Besten stehen. Denn ein so imposantes Präsent wie der Riesenammonit im Kreuzgang des Katharinenklosters ist beileibe nicht alltäglich. Wenn auch nicht annähernd so schwer wie das steinerne Original, gibt die Nachbildung in Stralsund dennoch eindrucksvoll die Ausmaße des einzigartigen Fossils wieder.   

 

2008 kam das Abgusspräparat zur Eröffnung des OZEANEUMs nach Stralsund. Ursprünglich für die Halle der Riesen vorgesehen, verabschiedet der fossile Kopffüßer nun als letztes Exponat vor dem Ausgang die Besucher quasi aus dem MEERESMUSEUM. Kein gewöhnlicher Gruß, denn der Riesenammonit ist uralt und trägt auch schon einige Lorbeeren.

 

Gefunden wurde der größte je bekannte Riesenammonit 1895 in einem Steinbruch im südlichen Münsterland. Seine Maße: Rund 1,80 Meter Durchmesser und ein Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen. Das Fossil zeigt das aufgerollte, kalkhaltige Gehäuse eines frühen Verwandten der heutigen Tintenfische, das einem Widderhorn gleicht. Die Lebensbedingungen im Urmeer vor 80 Millionen Jahren müssen seinerzeit optimal gewesen sein, denn in der Nähe gab es weitere, ähnlich große Funde.

 

Auch wegen seiner beeindruckenden Größe erhielt das Wahrzeichen des Naturkundemuseums in Münster 2008 die Auszeichnung „Fossil des Jahres“. Und zurück zur Freundschaft: Die Stralsunder Experten unterstützen ihre Kollegen dort beispielsweise bei den Vorbereitungen einer Walausstellung, die 2012 eröffnen soll.            


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