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Dienstag, 12. Dezember 2017
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Sammlungen DMM

Entdeckung Nr.111

Die Geschichte von Ossi und Bucki

Die Namen klingen nah und vertraut, als hätten die Menschen lange Zeit mit ihren Namensträgern verbracht. Dabei waren die Begegnungen mit „Ossi“ und „Bucki“ nur flüchtiger Art und liegen auch ganze 30 Jahre auseinander. Gemeinsam ist beiden, dass sie als Buckelwale auf der Suche nach Nahrung in die Ostsee abbogen und hier für einiges Aufsehen sorgten. Neben einigen anderen Bartenwalen, denen in den Jahren dazwischen gleiches widerfuhr, wurden besonders diese beiden Exemplare zu mehr oder weniger beachteten Medienstars.

 

Es begann mit „Ossi“ im Juni 1978. Über neun Monate dauerte der Ausflug des Buckelwals in die Ostsee. Bei den Tagen der Arbeiterjugend 1978 im Meeresmuseum zum Thema Wale wurde seinerzeit mit „Ossi contra Nessi“ eine augenzwinkernde Verbindung zum schottischen Seeungeheuer „Nessi“ hergestellt. Dessen ungeachtet zog der Wal seine Kreise im Gefolge ungewöhnlich großer Heringsschwärme. Ein Umstand, der ihm ausreichend Nahrung bot, bis er ungestört den Ausgang zurück in den Nordatlantik fand.     

 

Etwas aufregender verlief dagegen der Ostseeausflug von „Bucki“, der im Sommer 2008 über eine Leserbefragung in der Ostseezeitung seinen Namen erhielt. Als der Buckelwal vor Rügen gesichtet wurde, entstanden beeindruckende Bilder des jagenden Tieres. Verständlich, dass die Medien daran Gefallen fanden und den Wal unter Dauerbeobachtung stellten. Gelegenheiten dazu boten sich bei wiederholten Strandannäherungen vor Rügen und Rostock. Als Wissenschaftler und Naturschützer aus Nahrungsmangel eine bedrohliche Schwächung „Buckis“ befürchteten, schwamm der Wal mit Hilfe von Greenpeace den gleichen Weg zurück, auf dem er zuvor in die Ostsee gelangt war.  

 


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