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Donnerstag, 19. Oktober 2017
365-Entdeckungen Startseite
Meeresmuseum

Entdeckung Nr.113

Kinderstube der Seevögel

Zart und verletzlich wirken kleine Vogelküken auf jeden Betrachter. Insbesondere bei Kindern wecken sie den Wunsch, das wuselige Federknäuel warmzuhalten und liebevoll zu streicheln. Die anscheinende Hilflosigkeit der Vogeljungen jedoch täuscht. So wie in der Kükenvitrine im Ostseerundgang des MEERESMUSEUMs zu sehen, sind zahlreiche Seevögel schon wenige Tage nach dem Schlüpfen in der Lage, das Nest nah am Boden zu verlassen, allein zu schwimmen und notfalls vor Feinden zu flüchten. Das getupfte Federkleid dient dabei zur Tarnung in der Vegetation der Wasserreviere. Sind die Eltern in der ersten Zeit noch mit dem Füttern der Jungen beschäftigt, beginnt auch bald nebenbei die eigene Futtersuche.

 

In der Vogelkunde unterscheidet man nach dem Entwicklungsstand der Vogeljungen darum zwischen Nesthockern und Nestflüchtern. Bei vielen Vogelarten sind die Jungen nackt, blind und hilflos auf Pflege und Fütterung durch ihre Eltern angewiesen. Die Nester befinden sich zum Schutz vor Räubern in meist sicherer Entfernung zum Boden. Die Nestflüchter dagegen stehen schon bald nach dem Schlüpfen „ihren Vogel“. Dennoch haben die Altvögel auch für den frühreifen Nachwuchs noch manch Leckerbissen und wenn nötig ein wärmendes Federkleid bereit.

 

Als Beispiel für viele Wasservögel sind in der Kinderstube der Ostseevögel vier Lachmöwenküken und Vogeljungen von Alpenstrandläufer, Uferschnepfe, Stockente, Sturmmöwe sowie Brand- und Flussseeschwalbe zu sehen. Die Küken sind nicht versteckt, aber gut getarnt und können von den Besuchern in aller Ruhe bewundert werden.       


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