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Freitag, 20. Oktober 2017
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Ozeaneum

Entdeckung Nr.114

Auf der Suche nach den Seehasen

Der Seehase (Cyclopterus lumpus) ist ein sehr ungewöhnlicher Meeresbewohner mit ebenso bizarrem Namen, der im Nordatlantik sowie in der Nord- und Ostsee zu Hause ist. Er kann nicht besonders gut schwimmen und lebt hauptsächlich auf dem Meeresgrund. Doch er besitzt auf der Bauchunterseite eine Saugscheibe, mit der er sich auch in der stärksten Strömung am Untergrund festsaugen kann. Einmal festgesaugt, müsste man eine sehr große Kraft aufwenden, den schuppenlosen Meeresbewohner wieder zu lösen. Besonders große Exemplare werden bis zu 70 Zentimeter lang und drei Kilogramm schwer.

 

Auch im OZEANEUM können elf dieser Exemplare im Schärenmeer bewundert werden. Allerdings gestaltete sich die Suche nach ihnen nicht ganz so einfach wie die nach den österlichen Schokoladenhasen. In der Regel begegnet man den Seehasen zu ihrer Laichzeit auch in den flachen Gewässern vor der Ostseeküste. Aber so viel Glück war den Aquarianern nicht vergönnt. Trotz mehrmaliger Versuche blieb die Suche erfolglos. Erst in Norwegen wurden sie endlich fündig, und das per Zufall. Es wurden Reusen ausgeworfen, um eigentlich Lippfische einzufangen. Zur Orientierung befestigten sie zusätzlich Bojen an den Reusen. Als die Bojen am nächsten Tag wieder eingeholt wurden, hatten sich winzige Seehasen an ihnen festgesaugt! Eine schöne und unerwartete Überraschung, denn somit gestaltete sich die Suche am Ende also doch einfacher als gedacht.


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