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Samstag, 21. Oktober 2017
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Ozeaneum

Entdeckung Nr.120

Butterfisch ist nicht gleich Butterfisch

Die abgeflachte, schlangenartige Form mit der langen, durchgängigen Rückenflosse des Butterfisches lässt sich im Ostseeaquarium des OZEANEUMs gut beobachten. Der Butterfisch, wir wollen lieber gleich vom „Echten Butterfisch“ sprechen, liegt meist auf dem felsigen Untergrund seines Beckens. Seinen Namen mag er seiner schleimigen Haut und seinem weichen Körper verdanken. Butterfische kommen auch in der Ostsee vor.

 

Wer anschließend am Fischkutter vor der Museumstür „Butterfisch“ kauft, erhält ein überraschend großes, saftiges Stück Räucherfisch, das so gar nicht zu den schlanken bis zu 20 cm langen Fischen in den Aquarien passen will. Die Auflösung macht nachdenklich: „Butterfisch“ ist ein Handelsname, der den Verbrauchern Appetit machen soll und nicht mit der wissenschaftlichen Namensgebung übereinstimmt. So etikettiert gelangen sehr fettreiche und wesentlich größere Arten aus der Familie der Schlangenmakrele in den Handel. Sie stammen überwiegend aus dem Indischen Ozean.

 

Nun ma Butter bei die Fische! Klingt nicht „Seelachs“ besser als Köhler und „Granatbarsch“ besser als Atlantischer Schleimkopf? Und wer will schon wissen, dass die „Lachsforelle“ eine mit Farbstoffen gefütterte Forelle ist? Wissen sollte man die Handelsnamen, unter denen Dornhai angeboten wird. Aus dem Rücken der stark überfischten und für die Ökosysteme wichtigen Raubfische wird „Seeaal“ und seine sich beim Räuchern aufrollenden Bauchlappen werden zur  „Schillerlocke“. Kinder mögen keine Gräten und lieben deshalb Schillerlocken, doch gerade sie und Schwangere sollten keinen Dornhai essen, da er stark mit Schwermetallen belastet ist. Im falschen „Butterfisch“ finden sich ebenfalls Giftstoffe und insbesondere die Fette einer Art stehen im Verdacht Durchfall auszulösen.


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