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Samstag, 21. Oktober 2017
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Ozeaneum

Entdeckung Nr.12

Leben in der Schwebe – Dorschnachwuchs mag es salzig

Die großen Ausstellungsbereiche im Ozeaneum zu den nördlichen Meeren zeigen nicht nur ihre sehenswerten Bewohner im oder über dem Wasser, sondern geben auch anschaulich Einblicke in die Lebensdingungen und Umweltprobleme von Nord- und Ostsee. So wie seit November 2010 ein neues Element in der Fischvitrine der Ostseeausstellung. Eine Szenerie mit leuchtenden Acrylglassäulen illustriert dort eindrucksvoll die Abhängigkeit des Dorschlaichs vom Salzgehalt des Ostseewassers.

 

Zum Lebenszyklus der Dorsche gehört das Ablaichen in den tiefen Ostseebecken. In diesen Gebieten schweben die Dorscheier in den salzhaltigen Schichten bis zum Schlüpfen der Larven. Doch nur ein Salzgehalt von 11 Promille und mehr garantiert den leichten Eikörpern den notwendigen Auftrieb. Bei niedrigeren Salzwerten sinkt der Dorschlaich zu Boden und stirbt ab.

 

Garant der entsprechenden Lebensbedingungen in der Ostsee sind die unregelmäßigen Salzwassereinbrüche aus der benachbarten Nordsee. Werden diese seltener oder bleiben wie in den vergangenen Jahren oft aus, beeinflusst die sinkende Salzkonzentration entschieden die Reproduktion des Dorschbestandes. Die bildliche Darstellung des Schwebens und Absinkens des Dorschlaichs verdeutlicht, wie sehr das empfindliche Gleichgewicht eines Lebensraums von Faktoren wie Salzgehalt, Sauerstoff oder Nährstoffeintrag abhängig ist.             


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