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Montag, 11. Dezember 2017
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Ozeaneum

Entdeckung Nr.131

Die Kunst, Algen zu sammeln und zu bewahren

Filigran, zart und zerbrechlich wirken die originalen Algenpräparate in der Algenvitrine der OZEANEUMs-Ausstellung. Zwischen zwei Glasscheiben gepresst, lässt diese Form der Darstellung die individuellen Besonderheiten der einzelnen Arten gut erkennen. Der Trockenvorgang und der Erhalt des ursprünglichen Aussehens erfordert aber eine hohe Kunstfertigkeit, weil die sensiblen Pflanzenteile der Meeresalgen - ihrer natürlichen Umgebung beraubt – an der Luft schnell an Form und Farbe verlieren und leicht verderben.

 

Diese gläsernen Präparate für die Vitrine stammen aus der umfangreichen Algensammlung des Deutschen Meeresmuseums. Auf 2.740 Herbarblättern sind Algenarten aus allen Weltmeeren vertreten, wobei viele Exemplare wie ein grafisches Kunstwerk erscheinen, auf dem jedes noch so winzige Detail festgehalten ist. Die Originale ergänzen die künstlichen Algennachbildungen in der Schauvitrine, die den Besuchern die artenreiche Unterwasserwelt der westlichen Ostsee veranschaulichen sollen.

 

Wie auch die ausgestellten Beispiele ist das gesamte Algenherbarium von hohem Wert für wissenschaftliche Forschungen. Seit Mitte der 1960er Jahre wurde für die umfangreiche Dokumentation gesammelt. Viele der wertvollen Präparate entstanden im Rahmen einer Diplomarbeit der ehemaligen Museumsmitarbeiterin Erika Hoppe. Andere wurden von Fangexpeditionen des Deutschen Meeresmuseums aus dem Mittelmeer, aus Atlantik, Nordsee oder Ostsee mitgebracht. Das mittlerweile beachtliche Alter der Präparate ermöglicht heute etwa Vergleiche über botanische Veränderungen in den jeweiligen Herkunftsgebieten.


Diese Entdeckung finden Sie im OZEANEUMZur Webseite >>

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