Home  |  Sponsoren  |  Presse  |  Kontakt  |  Impressum
Dienstag, 12. Dezember 2017
365-Entdeckungen Startseite
Meeresmuseum

Entdeckung Nr.133

Schwertwale in Kirchen

Am 30. März 1545 strandete im Greifswalder Bodden ein etwa 8,85 Meter langer männlicher Schwertwal. Dieser Fall ist von besonderer Bedeutung, denn über diesen Wal hat Conrad Gessner 1558 berichtet und damit die erste wissenschaftliche Beschreibung eines Schwertwales geliefert. Das Ereignis wurde als so bedeutend gewertet, dass man Knochenreste von dem Tier in der Greifswalder Marienkirche aufbewahrte und dort auch eine Abbildung dieses Wales anbrachte. Diese Umrisszeichnung blieb in der Greifswalder Marienkirche erhalten und wurde 1990 freigelegt und restauriert.

 

Im Jahr 1851, wurde bei Neu Mukran auf der Insel Rügen der Kadaver eines weiteren Schwertwales gefunden. Zu dieser Zeit erregten solche Funde große Aufmerksamkeit, eine entsprechende wissenschaftliche Dokumentation wie heute gehörte allerdings noch nicht zur Regel. Vielmehr eigneten sich Fischer oder Anwohner die Skelettknochen als attraktive Schaustücke an. So kamen die größten Teile des Orcas zunächst bei einem Wirt in Sagard unter. Nur Schulterblätter, Rippen und ein Zahn gelangten ins damalige Zoologische Museum Greifswald. Erst 11 Jahre später schien der Schwertwal wieder komplett. Jedoch verwirrt die Buchführung der Eingangskataloge im Greifswalder Museum den ganzen Vorgang: So sind 1862 als Zugang die bekannten Orca-Teile von 1851 vermerkt. 1968 übernahm das MEERESMUSEUM neben dem im Chor hängenden Finnwal auch ein fast vollständiges Orcaskelett vom Zoologischen Museum der Universität Greifswald.

 

Der Schwertwalschädel wurde im Chor der Katharinenhalle ausgestellt, das Skelett befindet sich im Magazin des Meeresmuseums.


Diese Entdeckung finden Sie im MEERESMUSEUMZur Webseite >>

Bilder zum Vergrößern anklicken!