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Donnerstag, 19. Oktober 2017
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Ozeaneum

Entdeckung Nr.15

Petermännchen - Kleiner Stich, große Wirkung

Wenn die hübschen, buntgescheckten Petermännchen (Trachinus draco) im flachen Wattenbecken sich offensichtlich gut gelaunt im Bodensand tummeln, lässt sich kaum erahnen, dass diese Fische mit dem lustigen Namen zu den gefährlichsten europäischen Gifttieren gehören. Die possierlichen Grundfische sind wahrlich keine Kuscheltiere.

 

Das Gift in den vorderen Flossenstrahlen der Rückenflosse und in kleinen Dornen am Kiemendeckel wirkt äußerst schmerzhaft, führt zu starken Schwellungen, zu Taubheit der betroffenen Stellen und möglichen Kreislaufproblemen. Da ein entsprechendes Gegengift noch fehlt, bleiben die schwerwiegenden Komplikationen über eine lange Zeit erhalten.

 

Obwohl als „giftiger Busche“ bekannt, erlebte ein Ozeaneumsmitarbeiter trotz nötiger Vorsicht beim Einfangen der Fische für das Wattenbecken die extremen Folgen der Giftwirkung. In Schweden gibt es eine sehr gute Stelle, um die Petermännchen mit einer Angel zu fangen. Extreme Vorsicht beim Handling der Fische, wie Handschuhe und Abhaken mit einer Zange, waren der Garant, dass bei über 20 Fischen nichts passierte. Es brach die letzte Angelstunde an, denn bereits am nächsten Tag war der Transport der gesammelten Tiere nach Stralsund geplant.

 

Und da passierte es – der letzte Fisch hing sehr kompliziert am Haken! So bemühte sich der Mitarbeiter mehrere Minuten vergeblich, das Tier zu befreien. Und just in einem Moment der Unaufmerksamkeit zappelte der Fisch ganz unerwartet und erwischte den Mitarbeiter mit seinem Giftstachel an der Hand. Kein Arzt konnte so richtig helfen und so hielten die Schmerzen mehrere Wochen an.


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