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Donnerstag, 19. Oktober 2017
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Sammlungen DMM

Entdeckung Nr.141

Der Schweinswal in Not

Dass es in der Ostsee heimische Wale gibt, ist heute nur noch wenigen Anwohnern bekannt. Dennoch hat seine Bedrohung durch menschliche Einflüsse in den letzten Jahrzehnten rapide zugenommen. Die Tatsache, dass dieses Meeressäugetier äußerst scheu und unauffällig lebt, trägt zusätzlich zum geringen öffentlichen Interesse bei.

 

Die Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere e.V. (GSM) hat sich zum Ziel gesetzt, mit umfassender, ehrenamtlicher Öffentlichkeitsarbeit und Miteinbeziehung von Wassersportlern, Fischern und anderen dieser Entwicklung entgegen zu wirken.

 

Ob Laie oder Fachmann, jeder wird dazu aufgerufen, Sichtungen oder Totfunde von Schweinswalen zu melden und somit einen aktiven Beitrag zum Schutz dieser selten gewordenen Tierart zu leisten. Per Post, E-mail, Fax oder durch Ausfüllen eines Online-Formulars werden die Beobachtungen übermittelt und fließen nach der Auswertung in eine umfassende Datenbank ein. Die gewonnenen Informationen über Schweinswalvorkommen in bestimmten Gebieten und die daraus erstellte Sichtungskarte wird anschließend der Fachgruppe zum  Schutzabkommen für Kleinwale in Nord- und Ostsee (ASCOBANS) vorgestellt. Letztendlich trägt so jeder einzelne Hinweis zur Entwicklung umfassender Schutzmaßnahmen bei.

 

Das Deutsche Meeresmuseum untersucht alle in Mecklenburg-Vorpommern tot aufgefundenen Meeressäugetiere und versucht die Todesursache zu klären. Die Skelette werden aufbewahrt und dienen anschließend Ausstellungszwecken oder wissenschaftlichen Untersuchungen. Am 12. Mai 2011 hat das Deutsche Meeresmuseum das seit 2002 laufende Projekt „Wassersportler sichten Schweinswale“ von der GSM übernommen und dient zukünftig allen Interessierten als Ansprechpartner.


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