Home  |  Sponsoren  |  Presse  |  Kontakt  |  Impressum
Dienstag, 12. Dezember 2017
365-Entdeckungen Startseite
Ozeaneum

Entdeckung Nr.147

Der Saurier, der keiner war

Der auch Königsechse bezeichnete Basilosaurus gilt als ferner Vorfahre der Wale und ist nicht mit den Sauriern verwandt, wie seine wissenschaftliche Bezeichnung irrtümlich nahelegt. Bei den ersten Fossilienfunden im 19. Jahrhundert ging die Wissenschaft noch von einer Echsenart aus, daher der Name. Später wurden die Urwale als "Zeuglodon" also "Doppelzähner" bezeichnet, die Umbenennung konnte sich allerdings nicht durchsetzen. Das mächtige, bis zu 18 Meter lange Tier lebte vor ungefähr 47 bis 35 Millionen Jahren in Amerika, Asien, Afrika und Europa und war das größte Säugetier seiner Zeit.

Auf dem Weg der ehemaligen Landsäuger in die Meere hatte sich der Basilosaurus dem neuen Lebensraum schon entsprechend angepasst. Mit ihrer großen Schwanzflosse und den vorderen Seitenflossen glichen die Tiere schon den heutigen Walen. Ihre schlangenförmige Gestalt ermöglichte ihnen eine schnelle Fortbewegung im Wasser.

Anders als Wale mussten die Königsechsen zum Luftholen den Kopf über die Wasseroberfläche strecken, da sie noch kein Blasloch besaßen. Auch das Gebiss war noch ein Zeugnis ihrer Herkunft. Heutige Zahnwale besitzen gleichförmige Zähne. Die unterschiedlichen Zähne des Urwals waren wie bei den Landtieren zum Greifen und auch zum Zerkauen von Nahrung geeignet. Als bevorzugte Speise der Jäger werden Fische und kleinere Meeressäuger vermutet. Der abgeformte ca. 1,5 Meter große Kopf eines Basilosaurus in der Ausstellung 1:1 Riesen der Meere im OZEANEUM macht diese Unterschiede deutlich. 


Diese Entdeckung finden Sie im OZEANEUMZur Webseite >>

Bilder zum Vergrößern anklicken!