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Dienstag, 12. Dezember 2017
365-Entdeckungen Startseite
Meeresmuseum

Entdeckung Nr.149

Vom Strelasund in die Schauvitrine

Unter den zahlreichen - historischen und aktuellen - Sichtungen und Walfunden in der Ostsee, die bislang vom Deutschen Meeresmuseum dokumentiert und gesammelt wurden, befinden sich auch immer wieder Delfine. Das sind für die Wissenschaftler des Museums keine angenehmen Momente, weil man den beliebten und intelligenten Meeressäugern viel lieber gesund und lebendig in ihrem natürlichen Lebensraum begegnen würde. Wenn auch einzelne Wale den rettenden Rückweg in die Nordsee finden, endet jedoch für die meisten Irrläufer der Ausflug in die Ostsee tödlich. Zurück bleiben oft schon verwesende Kadaver, die eine schnelle Identifikation schwer machen. Die Skelette aber werden präpariert, in die wissenschaftlichen Sammlungen aufgenommen oder für die Ausstellungen genutzt.

So auch die Skelette von zwei Weißschnauzendelfinen, die aus den 90er Jahren stammen. Das im MEERESMUSEUM in der Delfinvitrine ausgestellte Exemplar wurde 1975 in den Boddengewässern vor Neuendorf auf der Insel Hiddensee entdeckt. Es war ein 2,70 Meter großes, ca. 200 Kilogramm schweres, weibliches Tier. Der Kadaver musste wegen des hohen Verwesungsgrades noch vor Ort skelettiert werden. Nur wenige Tage zuvor wurde vermutlich derselbe Delfin im Strelasund gesehen, wo er mehrmals aus dem Wasser sprang.

Die Museumspräparatoren haben das Tier für die Schauvitrine nachgebildet, in der auch das Original-Skelett gezeigt wird. Im Vergleich dazu „schwimmt“ daneben ein Gewöhnlicher Delfin und das Schnittpräparat eines Schweinswals gibt Einblicke ins Innere der Meeressäuger.       


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