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Dienstag, 17. Oktober 2017
365-Entdeckungen Startseite
Ozeaneum

Entdeckung Nr.156

Größer als jedes Tier im Wasser

Die Besucherblicke in der Ausstellung 1:1 Riesen der Meere, der eigens eine ganze Halle gewidmet ist, richten sich zumeist auf die gewaltigen Meeressäuger, die unter dem Hallendach schweben. Ein Riesenkalmar, ein Mondfisch und ein Mantarochen ergänzen die Tierwelt der Unterwasserriesen. Es mag überraschen, dass die beachtlichen Ausmaße  bei weitem noch zu übertreffen sind. Auf der Rückseite der Aussichtsetagen nämlich sind über drei Geschossebenen Riesenpflanzen der Meere zu sehen. Nicht ganz so spektakulär wie ihre Gegenüber aus dem Tierreich vielleicht, aber nicht minder faszinierend und sehenswert.

 

Bis zu 45 Meter hoch können etwa die Einzelpflanzen des Riesenkelps und des Bullkelps werden. Dicht an dicht bilden diese Algen riesige, reich bevölkerte Unterwasserwälder mit einer ganz spezifischen Lebenswelt. Obwohl die Exponate im OZEANEUM „nur“ Längen zwischen 8 und 14 Metern erreichen, wurde ihre Montage und naturnahe Präsentation zu einer gewaltigen Herausforderung für die Modellbauer und Techniker.

 

Die Riesentange bestehen aus drei wesentlichen Teilen: dem Haftorgan am Boden, einem langen, biegsamen Stängel und blattähnlichen Wedeln bis unter die Wasseroberfläche. Die Präparate sollten diesem Aufbau und dem schwebenden Zustand in der Dünung möglichst nahe kommen. Für die Nachbildungen der Algen wurden schließlich unterschiedliche Materialen verwandt, die gleichermaßen eine sichere Statik und naturgetreue Optik ermöglichten. Die Montage selbst erfolgte über ein hohes Gerüst und mit Hilfe einer Bergsteigerausrüstung. Das Ergebnis dieser schwierigen Mission sind beeindruckende Riesenalgen, die ihren Vorbildern unter Wasser sehr nahe kommen.


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