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Montag, 11. Dezember 2017
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Ozeaneum

Entdeckung Nr.160

Gefährliches Jagdwerkzeug

Die Säge des "Sägerochens" - auch "Sägefisch" genannt - gehört zu den spektakulärsten Waffen im Tierreich. So beeindruckend wie der ca. 1,50 Meter lange, knorpelige, mit nachwachsenden Zähnen besetzte Auswuchs des Kopfes aussieht, so wirkungsvoll ist er auch als Jagdwerkzeug. Der Rochen hat einen abgeflachten, eher langgestreckten, haiähnlichen Körper und nutzt die Säge zur Erbeutung von Schwarmfischen. Mit kräftigen seitlichen Schlägen seines Kopfes schwimmt er in dichte Fischschwärme hinein. Zurück bleiben verletzte oder betäubte Opfer, die schließlich eine leichte Beute sind.

 

Diese scharfkantige Waffe, die bei gefangenen Tieren auch den Menschen gefährlich werden kann, ist zudem ein empfindsames Sinnesorgan, wie die Wissenschaft heute weiß. Es dient zur Wahrnehmung von kleinen Beutetieren im Boden. Dazu durchpflügt der Rochen mit ständiger Bewegung des Kopfes den Bodensand, wobei er Muscheln und Krebse wahrnehmen kann und zum Fressen aufwühlt.   

 

Die früher in allen Weltmeeren vorkommenden Sägerochen sind heute selten geworden. Das Schaustück im OZEANEUM, in einer Vitrine der Ausstellung 1:1  Riesen der Meere kam schon 1986 ins Museum. Sie ist ein Mitbringsel und Geschenk des Saßnitzer Kapitäns Edgar Nitzsche. Bei der Bergung des gefangenen Fisches vor der Küste Mocambiques ist allerdings ein Teil der noch rund 1,20 Meter langen Säge abgebrochen.

 

Einige Arten der Sägerochen können eine Größe zwischen 6 und 8 Meter erreichen, wobei die Säge rund ein Viertel der Körperlänge ausmacht.


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