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Dienstag, 12. Dezember 2017
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Ozeaneum

Entdeckung Nr.162

Nachwuchs bei den Schweinswalen

Nach einer Tragezeit von zehn bis elf Monaten werden bei Schweinswalen im Zeitraum zwischen Mai und Juni die meisten Kälber geboren. Das Jungtier wiegt bei der Geburt etwa fünf bis acht Kilogramm. Für die Aufzucht des Nachwuchses spielen die Küstengewässer der Ostsee eine große Rolle. Seit Jahrhunderten folgen die Tiere im Frühjahr vermutlich den großen Heringsschwärmen und wandern in die Ostsee ein, im Spätherbst ziehen sie wieder Richtung Westen.

 

Das Kalb kommt in der Steißlage zur Welt: der Schwanz voran, der Kopf zuletzt. Die Geburt ist meist nach ein bis zwei Stunden geschafft. Die Schwanzflosse des Jungtieres entfaltet und festigt sich während des Geburtsvorganges, sodass es gleich seiner Mutter zu einem ersten, lebensnotwendigen Atemzug an die Wasseroberfläche folgen kann.  

 

In der Ostseeausstellung des OZEANEUMs ist die Plastik eines gebärenden Schweinswalweibchens zu sehen. Diese wurde originalgetreu einem Totfund von 1984 nachempfunden. Ein Schweinswalweibchen starb während des Geburtsvorganges und wurde am 30. Juni 1984 bei Dranske auf der Insel Rügen gefunden. Das Tier war 1,65 Meter lang und 61 Kilogramm schwer. Vermutlich war ein starker Sturm eine Woche zuvor für den Tod von Mutter und Kalb verantwortlich. In der museumseigenen Präparationswerkstatt wurde der Tierkadaver vermessen, ein Abdruck gefertigt und anschließend mittels Airbrush so bearbeitet, dass diese Plastik kaum noch vom Original zu unterscheiden ist.


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