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Dienstag, 17. Oktober 2017
365-Entdeckungen Startseite
Ozeaneum

Entdeckung Nr.166

Aufzug ohne Schacht

Es war eine schwierige Aufgabe, vor der die Techniker des OZEANEUMs bereits ein Jahr nach der Eröffnung standen. Der große Besucherandrang war natürlich Grund zur Freude, legte aber zugleich offen, dass die Kapazität der Fahrstühle nicht ausreichte. Aber wie und wo konnte man in das architektonische Gesamtkunstwerk einen weiteren Fahrstuhl integrieren? Ein normaler Fahrstuhlschacht würde den Blick in das gläserne Foyer empfindlich stören. Mit einer Firma aus der Nähe von München wurde schließlich eine individuelle und ästhetische Lösung gefunden, die zugleich einige technische Besonderheiten aufweist.    

 

Am auffälligsten ist, wie unauffällig der Fahrstuhl ist. Zwischen den Stockwerken läuft die Kabine nur an Führungsschienen, also ohne eigentlichen Schacht. Die Umwehrung im Erdgeschoss und in der oberen Etage besteht aus Glas. Angetrieben wird der getriebelose Aufzug durch eine nahezu geräuschlose Treibscheibe, die sich im Boden unterhalb des Aufzugs befindet.

 

Weniger geräuschlos war der Bau des Lifts, für den erst die 50 Zentimeter starke Bodenplatte des Gebäudes durchbrochen wurde, bevor dann 13 Verpressungspfähle als Fundament gesetzt wurden. Gearbeitet wurde vorwiegend abends und nachts, also außerhalb der Öffnungszeiten. Bevor der TÜV NORD pünktlich zur Sommersaison 2010 grünes Licht für die Jungfernfahrt gab, musste neben anderen Punkten die Fangvorrichtung, der Geschwindigkeitsbegrenzer, die Kabinentüren sowie die Notrufweiterleitung geprüft werden. Der 1 m/s schnelle Aufzug trägt bis zu 18 Personen bzw. 1350 Kilogramm. Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kinderwagen gelangen nun ohne Zwischenstop zum Beginn des Rundganges und haben dabei freien Blick auf die Walskelette.


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