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Donnerstag, 19. Oktober 2017
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Ozeaneum

Entdeckung Nr.18

Was macht denn die Tote Mannshand im Unterwasserfahrstuhl?

Die Tote Mannshand klingt wie der Titel eines spannenden Kriminalromans. Aber weit gefehlt. Obwohl sie ihren morbiden Namen der Ähnlichkeit mit der Hand einer Wasserleiche verdankt.  

 

Wer in kalten Gewässern tauchen geht, trifft auf diese orangefarbene Weichkoralle. Sie ist wie fast alle Korallen eine Tierkolonie, die aus vielen Einzelpolypen besteht. Auf dem Speiseplan der Toten Mannshand steht vor allem Plankton und ihr Lebensraum sind überwiegend felsige Untergründe, an die sie sich heftet. Aber auch an Brückenpfeilern, versunkenen Wracks oder auf Meeresabfall, wie Dosen fühlt die Koralle sich wohl.

 

Die Tote Mannshand zu bergen ist kein leichtes Unterfangen, denn einmal fest angewachsen, bleibt sie ihrem ausgesuchten Lebensort ein Leben lang treu. Die Koralle von ihrem angestammten Lebensraum zu trennen, mindert ihre Überlebenschance gewaltig.

 

Bei einer Norwegen-Expedition suchten unsere Taucher das Meer nach dieser Koralle ab, aber ausgerechnet die schönsten Exemplare hatten sich an riesige Felsengesteine geheftet, so dass sich unsere Taucher etwas einfallen lassen mussten, um sie dennoch unversehrt für das OZEANEUM bergen zu können. Ein Unterwasserfahrstuhl war die Lösung. Diese, extra für die Bergung dieser Weichkoralle angefertigte Konstruktion, gleicht einem riesigen Wäschekorb. Die Taucher beluden den Korb mit schweren Steinen samt Korallen, während zwei Kollegen mit großer Kraftanstrengung den Korb mittels eines Seils an Bord hievten.


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