Home  |  Sponsoren  |  Presse  |  Kontakt  |  Impressum
Freitag, 20. Oktober 2017
365-Entdeckungen Startseite
Nautineum

Entdeckung Nr.170

Eine eigene Halle für braune Segel

Die braunen Segel der traditionellen Zeesboote sind stets ein attraktiver Blickfang, wenn man sie auf dem Strelasund oder den Boddengewässern entdeckt. Einst leistungsfähige Fischereifahrzeuge, finden die großen, schweren Segelboote heute fast nur noch für touristische Zwecke Verwendung. Alljährliche Zeesboot-Regatten gehören zu den maritimen Highlights an der Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns. Und Ausflugfahrten in die idyllische Boddenlandschaft bekommen auf diesen alten Holzbooten ein ganz besonderes Flair. Der Gast erlebt einen Hauch von Geschichte und Tradition, wie es so nur in der Inselwelt um Rügen und Fischland-Darß-Zingst möglich ist.    

 

Auch wenn die meisten Zeesboote noch manches von ihrer Herkunft verraten, wurden sie dennoch ihrer aktuellen Verwendung angepasst. So ist nur noch wenig von ihrem ursprünglichen Bild als Arbeitsplatz der Boddenfischer verblieben. Wie ein originales Zeesboot von 1870 aus Althagen ausgesehen hat, kann man aber im NAUTINEUM erfahren. Dort wurde eigens eine große Bootshalle für die Ausstellung eines dieser alten, historischen Fischerboote erbaut.

 

Mit seinem flachen, breiten Bootskörper, dem rund zwölf Meter hohen Mast und bis zu 80 Quadratmeter Segelfläche war dieses Zeesboot optimal geeignet für die Schleppnetzfischerei. Trotz ihres massigen Aussehens sind diese Boote unerwartet schnell und kraftvoll. Die Schleppnetze konnten so in seitlicher Drift gezogen und eingeholt werden. Harte Arbeit für die nur zwei Mann starke Besatzung. Die charakteristische braune Segelfarbe entstand aus einer sogenannten „Lohe-Brühe“, die aus Eichenrinde hergestellt wurde. Diese sollte die Segel haltbarer machen.       


Diese Entdeckung finden Sie im NAUTINEUMZur Webseite >>

Bilder zum Vergrößern anklicken!