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Samstag, 21. Oktober 2017
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Ozeaneum

Entdeckung Nr.172

Aquarien wie eine Lupe

Seit Ende Mai 2011 zieren fünf weitere Kleinaquarien zu den Boddengewässern den Ostseerundgang im OZEANEUM. Das Besondere an diesen Becken liegt im Detail versteckt. Wer genau hinschaut, entdeckt kleine Naturwunder, die in den Großaquarien schnell übersehen werden.

 

Die Männchen der Dreistacheligen Stichlinge tragen während der Laichzeit ein leuchtend rotes Kleid und lassen sich so von den Weibchen unterscheiden. Im Sand auf dem Boden des Beckens bauen sie ihre Nester – kleine Sandhaufen mit einem etwa ein Zentimeter großen, lochförmigen Eingang - und locken dort die Weibchen zur Eiablage hinein. Nach der Eiablage gräbt das Weibchen ein weiteres Loch in das Nest, den Ausgang. Gleich nebenan sind kleine Garnelen bei der Häutung zu beobachten. Wie ein durchsichtiger Schleier schwebt die abgelegte Haut über dem Aquarienboden.

 

Ein anderes Becken zeigt die mit den Seepferdchen verwandten See-, Schlangen- und Grasnadeln. Wie bei ihren Verwandten sind auch hier die Männchen für den Nachwuchs verantwortlich.

 

Weil Jungtiere leichte Beute für größere Fische werden, dienen die Kleinaquarien auch als Kinderstube. Wenige Zentimeter große Baby-Plattfische und Grundeln fressen fleißig Schwebegarnelen, um zu wachsen und eines Tages in die großen Becken umzuziehen.

 

Schwebegarnelen sind die Leibspeise zahlreicher Aquarienbewohner. Wegen ihrer wichtigen Rolle in der Nahrungskette und der Tatsache, dass sie von den Menschen sonst eher übersehen würden, zeigt ein Becken Hunderte dieser kleinen Ostseebewohner.

 

Ein Detail bleibt dem Besucher jedoch verborgen und ist dennoch wissenswert: Diese fünf Kleinaquarien sind von der Technik bis zum Besatz komplett von der Mannschaft des OZEANEUMs geplant und erstmals auch gebaut und eingerichtet worden.


Diese Entdeckung finden Sie im OZEANEUMZur Webseite >>

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