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Samstag, 21. Oktober 2017
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Meeresmuseum

Entdeckung Nr.175

Vogelschau mit Lummensprung

Nicht nur unter Touristen gilt die Nordseeinsel Helgoland als beliebtes Ausflugsziel. Deutschlands einzige Felseninsel im offenen Meer ist als Rast- und Brutplatz auch ein großartiges Vogelparadies. Hochseevögel, die sonst an den felsigen Küsten Norwegens oder Schottlands brüten, finden hier in den Nischen der bis zu 60 Meter steil aufragenden Inselfelsen ideale Brutbedingungen. Das zerklüftete Relief der horizontalen Bundsandsteinbänder bietet den Kolonien reichliche Nistmöglichkeiten.     

 

Über 370 Vogelarten wurden auf Helgoland bislang nachgewiesen. Zu den am häufigsten vorkommenden Seevögeln zählen hier der Eissturmvogel, der Basstölpel, die Dreizehenmöwe sowie die Trottel- und die Dickschnabellumme. Insbesondere die Lummen bieten mit mehr als 2000 Brutpaaren jährlich ein einzigartiges Schauspiel, wenn sich die Jungvögel aus der steilen Felswand todesmutig in die Tiefe stürzen, um den Altvögeln ins Meer zu folgen. Obwohl einige Kandidaten dabei auf felsigem Boden landen, kommt es kaum zu Verletzungen. Der sogenannte „Lummensprung“ lockt jedes Jahr zahllose Vogelkundler und Zuschauer auf die Insel.

 

Bevor die rund drei Wochen alten, noch flugunfähigen Lummenküken den Sprung ins Wasser wagen, sind sie auf nacktem Fels herangewachsen. Schützendes Nistmaterial kennen die Lummen nicht. Während der Bebrütung liegen die Eier auf den Schwimmhäuten der Vogeleltern. Die Eier sind auch dank einer konischen Form vor dem Wegrollen und Abstürzen geschützt.     

 

In einer Schauvitrine des MEERESMUSEUMS ist ein Lummenfelsen wie der auf Helgoland nachgestellt.


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