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Dienstag, 12. Dezember 2017
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Sammlungen DMM

Entdeckung Nr.180

Feine Daunen gegen eisigen Nordwind

„Die allerweichste mit dem schwarzen Körper“ lautet die Übersetzung des wissenschaftlichen Namens der Eiderente. Sie verfügen über so feine und weiche Daunen wie kaum ein anderer Vogel. Mit Beginn der Brutsaison treffen sich die Vögel an ihren angestammten Nistplätzen im Norden Europas. Die Weibchen polstern ihre Nester mit den weichen Daunen aus, um so die Eier vor dem kalten Nordwind zu schützen und den Nachwuchs zu wärmen.

 

Aber nicht nur die Küken betten sich gern in diesem weichen Federflaum – auch die Menschen haben die Vorzüge dieses feinen Rohstoffs erkannt. Dies erklärt die alte, nordische Tradition, die Nester nach der Brutzeit zu sammeln, um an die wärmenden Daunen zu gelangen. Auch heute noch finden Eiderenten-Daunen Verwendung in Decken und modernen Outdoor-Schlafsäcken.

 

Eiderenten sind gesellige Tiere, die in großen Kolonien zusammenleben. Insbesondere der Ostseeraum spielt mit seinen über 600.000 Brutpaaren eine wichtige Rolle als Kinderstube dieser Entenvögel. Die kalte Jahreszeit überdauern die Wandervögel in den gemäßigten Breiten, wobei sie keine ausgesprochenen Langstreckenflieger sind. Als seltene Gäste sind einzelne Tiere gelegentlich im Binnenland anzutreffen.

 

Der herausgeputzte Erpel im Prachtkleid wurde im Winter 1983 an der Ostseeküste bei Prerow gefunden. Er gilt als Schmuckstück der auf See- und Küstenvögel spezialisierten Vogelsammlung des Deutschen Meeresmuseums.


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