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Donnerstag, 19. Oktober 2017
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Meeresmuseum

Entdeckung Nr.183

Der lange, gefährliche Weg durchs Eis

Kaiserpinguine sind mit bis zu 130 Zentimeter Körpergröße die größte aller Pinguinarten. Daneben sind sie mittlerweile auch Filmstars, bekannt und berühmt durch Naturdokumentationen wie den Oscar-prämierten Kinofilm „Die Reise der Pinguine“. Und wie eben dort sehr emotional beschrieben, bewältigen diese bewundernswerten Bewohner der antarktischen Eiswüste die wohl lebensgefährlichste und klimatisch extremste Wanderung aller Erdbewohner. 

 

Tatsächlich müssen die Kaiserpinguine im Verlauf ihrer Brutzeit einen bis zu 100 Kilometer langen Hin- und Rückweg zwischen den weit entlegenen Brutplätzen und dem offenen Meer bewältigen. Durch unwegsames Eis, heftige Schneestürme und bei teilweise 100° C unter dem Gefrierpunkt. Diese lange, gefährliche Wanderung stellt die Eltern wie später auch die Jungtiere vor eine harte Bewährungsprobe.  

 

Warum sich diese beeindruckenden Vögel solch einer Tortur aussetzen, ist bis heute unerforscht. Wie viel einfacher wäre es doch, näher an der Meeresküste zu brüten, um die Beschwernisse dieser lebensgefährlichen Wanderung zu verringern. Womöglich aber verhindern uralte Instinkte und die verinnerlichte Furcht vor Räubern die Suche nach weniger extremen Bedingungen.

 

Doch nach wie vor nehmen die Weibchen nach der Eiablage den mühevollen Weg zur weit entfernten Küste auf sich und lassen die Partner mit den Eiern auf dem Innlandeis zurück. Sind sie mit reichlich Futtervorrat für die inzwischen geschlüpften Jungvögel zurück, begeben sich daraufhin die Männchen auf Nahrungssuche im Meer. Der Nachwuchs wächst unterdessen in sogenannten Kindergärten heran, in denen sich die jungen Pinguine versammeln, betreut von wenigen Alttieren. In einer Schauvitrine im MEERESMUSEUM ist ein solcher Pinguinkindergarten nachgestellt.


Diese Entdeckung finden Sie im MEERESMUSEUMZur Webseite >>

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