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Dienstag, 17. Oktober 2017
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Sammlungen DMM

Entdeckung Nr.184

Ruppiges Liebesspiel und unterschiedliche Formen der Mutterliebe

Es scheint so, als könnten sie sich nicht entscheiden, die Haie und Rochen dieser Welt, wie sie ihre Jungen zur Welt bringen sollen. Drei Möglichkeiten zwischen Eiablage und Lebendgeburt gibt es unter den Knorpelfischen – zu denen auch die „Chimären“ oder „Seekatzen“ aus der Tiefsee zählen. Anzusehen ist den jeweiligen Haien oder Rochen die mehr oder weniger intensive Verbindung mit ihrem Nachwuchs jedoch nicht. Bis in die 1960er Jahre galt die Fortpflanzung der meisten Haie noch als absolutes Rätsel. Erst die sorgfältige wissenschaftliche Beobachtung in freier Natur und großen Aquarien gab über den Vorgang Aufschluss.

 

Allen Knorpelfischen gemein ist die innere Befruchtung, ähnlich wie bei den Säugetieren. Das männliche, zweigliedrige Organ für die Begattung wird „Klasper“ genannt und ist als Teil der Bauchflossen deutlich zu erkennen. Das Liebespiel mancher Haiarten gilt als äußerst ruppig und heftig, da sich die Männchen dabei in die Weibchen verbeißen, um die Partnerin festzuhalten.

 

Bei Katzenhai und Nagelrochen beispielsweise, die am Meeresboden leben, legt das Weibchen seine Eikapseln an Wasserpflanzen ab, aus denen später die Jungfische schlüpfen. Im MEERESMUSEUM und OZEANEUM kann dies auch von den Besuchern beobachtet werden. Bei anderen Arten, wie Leopardenhai und Ammenhai hingegen werden die Eier bis zum Schlüpfen im Körper des Muttertieres behalten. Der Embryo ernährt sich allein vom Dottersack und verlässt den Mutterleib erst nach dem Schlüpfen. Bei echten lebendgebärenden Arten, wie etwa beim Schwarzspitzen-Riffhai, erfolgt die Ernährung der Embryonen bis zur Geburt über eine direkte Verbindung mit dem Muttertier. 


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