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Dienstag, 12. Dezember 2017
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Meeresmuseum

Entdeckung Nr.190

Wenn es knurrt, knackt oder knallt

„Stumm wie ein Fisch im Wasser“, meint ein bekanntes Sprichwort, wenn der Gegenüber keinen Ton von sich gibt – aus welchem Grund auch immer. Fische sind jedoch alles andere als stumm, wie man längst weiß, auch wenn die Töne unter Wasser für das menschliche Ohr nur schwer wahrzunehmen sind.

 

Mit Hilfe von Technik aber lässt sich die Lautverständigung der Fische hörbar machen. Dieses Ansinnen verfolgte seinerzeit der frühere Aquarienleiter Dr. Karl-Heinz Tschiesche, der mit wissenschaftlichen Methoden der Frage beharrlich auf den Grund ging: „Können Fische miteinander reden?“ Sein Ergebnis: Sie können - und wie!

 

Nächtelang belauschte er dafür seine Tiere mit empfindlichen Hydrophonen, die in der Lage sind, Töne unter Wasser zu empfangen. Seine Beobachtungen decken sich heute längst mit anderen Forschungen in dieser Richtung. Verständigung durch Laute und Töne sind unter Fischen also tatsächlich üblich. Zur Warnung und Verteidigung, zum Revierschutz, bei der Balz oder zur Arterkennung. Überraschend scheint dabei die Vielzahl der Lautvariationen. Fische können unter anderem knurren, knacken, zirpen, knallen oder brummen. Wie Experimente ergaben, sind dabei sogar individuelle Stimmen zu unterscheiden.    

 

Ungewöhnlich wie die Art der Laute ist - aus Sicht des Menschen - auch ihre Entstehung. Die Geräusche können von den Zähnen erzeugt werden, von Kiemenknorpeln, Kieferknochen, von Trommelmuskeln an der Schwimmblase oder von Sehnen, die über diese reiben. Die jeweilige Verständigung ist artspezifisch und wird bewusst eingesetzt. Fische verfügen nicht über von außen erkennbare Ohren; letztlich werden Geräusche jedoch, wie auch beim Menschen, über das Innenohr wahrgenommen.


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