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Dienstag, 12. Dezember 2017
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Natureum

Entdeckung Nr.20

Sturm liefert fünfeinhalb Kilogramm Bernstein

Als unliebsame Strandverschmutzung empfinden viele Strandwanderer die oft verwobenen Seegras,- Holz- und Algenreste am Uferrand. Insbesondere nach schweren auflandigen Stürmen und Hochwasser sind diese natürlichen Anschwemmungen an den heimischen Stränden zu finden. Während viele  Besucher einen großen Bogen um die pflanzlichen Überreste machen, werden sogenannte „Bernsteinfischer“ dagegen von diesen magisch angezogen. „Bernsteindreck“ wird das Gewirr von Wasserpflanzen und Schwemmgut unter den Experten auch genannt. Ideale Fundstätten für das gelb-braune Strandgold.

 

Wie unter Bernsteinfischern üblich, beginnt die Suche unmittelbar nach dem Abflauen des Sturmes. Dabei spielt die Uhrzeit keine Rolle, es geht an den Strand - ob frühmorgens oder spät in der Nacht. Dann werden die dichten, wirren Seegrasbüschel sowohl in der Brandungszone abgefischt als auch am Wassersaum eingesammelt. Üblicherweise lässt sich so allenfalls eine Handvoll Bernstein finden. Der Novembersturm durch das Wintertief „Gundula“ brachte diesmal aber eine außergewöhnlich umfangreiche Ernte ein. Im Verlauf nur weniger Tage konnten die Zingster Petra und Dieter Jung an den Ostseestränden der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst rund 5,5 kg des begehrten und wertvollen Strandgutes bergen. Selbst für die erfahrenen Sammler ein außergewöhnliches Ereignis, das sie unverzüglich dem Stralsunder Meeresmuseum mitteilten.

 

Wie auch in diesem Fall erweisen sich die Strände entlang der vorpommerschen Ostseeküste als wahre Fundgruben für kleine fossile Schätze. Die Krönung eines Strandspazierganges jedoch ist der Fund eines Bernsteins. Die gelb-braunen fossilen Harzklumpen werden - fachmännisch bearbeitet – zu wunderschönen Schmuckstücken. In der Ostseeausstellung des MEERESMUSEUMs sowie im NATUREUM am Darßer Ort sind Bernsteine in den Ausstellungen zu sehen.       


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