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Dienstag, 12. Dezember 2017
365-Entdeckungen Startseite
Nautineum

Entdeckung Nr.193

Über Nacht verschwunden

„Hier müssen mysteriöse Kräfte am Werk gewesen sein“, staunten die Mitarbeiter des NAUTINEUMs nicht schlecht, als ihnen vor einigen Jahren ein Kutter abhanden kam. Am Wochenende angeliefert, war das historische Boot am nächsten Montag plötzlich wieder verschwunden.

 

Diese kleine Anekdote um den Fischkutter STÖR, der die Besucher gleich hinter dem Eingang empfängt, scheint wie geschaffen für diese großartige Ausstellung zur Fischereigeschichte. Denn die vielen Exponate sind nicht nur stumme Zeitzeugnisse, sondern voller Leben und Erinnerungen an Menschen und Ereignisse, die dank diesen festgehalten und bewahrt werden.       

 

Auch die STÖR kann ihre eigene Geschichte erzählen. Bisweilen boten Fischer aus der Region ihre ausgedienten Fischerboote dem Museum an, das solche Gelegenheiten natürlich dankbar nutzte. Und so wurde 1999 der als ehemaliges Strandboot umgebaute Kutter durch den Eigner Torsten Grabow von Freest im Schlepp nach Stralsund gebracht. Zuvor lag die STÖR schon einige Zeit ungenutzt im Hafen, was dem Holz naheliegend nicht bekam: oberhalb der Wasserlinie trocknete es aus und die Planken wurden undicht. Die Folge war, dass der Schiffsrumpf Wellen und Seegang bei der Überfahrt nicht mehr gewachsen war und langsam voll Wasser lief.    

 

Als die STÖR an der Kaikante im NAUTINEUM festmachte, schien die Welt noch in Ordnung. Doch die nächsten Stunden wurden dem Kutter zum Verhängnis. Das eindringende Wasser brachte ihn zum Sinken.  Drum war der Liegeplatz am übernächsten Morgen leer und das Rätselraten groß. Erst der Blick ins Hafenwasser brachte die Lösung. Dank technischer Hilfe aus dem gleich gegenüberliegenden Wasser- und Schifffahrtsamt konnte die STÖR dann endgültig gerettet werden.


Diese Entdeckung finden Sie im NAUTINEUMZur Webseite >>

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