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Dienstag, 12. Dezember 2017
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Meeresmuseum

Entdeckung Nr.195

SAMBAH : Statisches, akustisches Monitoring zum Schutz des Ostsee-Schweinswals

Die Erforschung des unter Schutz gestellten Schweinswals ist ein Schwerpunkt der Forschungsarbeit am Deutschen Meeresmuseum. Dieser kleine Meeressäuger fällt oft als Beifang den Stellnetzen der Fischerei zum Opfer und ist durch Lärmbelastung und chemische Verschmutzung in der Ostsee stark gefährdet.

 

Schweinswale nutzen die Echoortung, um Beute aufzuspüren und sich an Hindernissen unter Wasser oder am Meeresboden zu orientieren. Ausgesendete Klicklaute im Ultraschallbereich werden vom betreffenden Objekt reflektiert und geben dem Schweinswal so Aufschluss über Position und Entfernung des Objektes.

 

Gemeinsam mit allen EU-Ostseeanrainerstaaten wurde im Rahmen des Abkommens zur Erhaltung der Kleinwale in der Nord- und Ostsee das Projekt SAMBAH (engl. Static Acoustic Monitoring of the Baltic Sea Harbour porpoise) entwickelt, das mit Hilfe von großflächigen Datensammlungen der Klicklaute zur Erforschung des Schweinswals beitragen soll.

 

300 Messgeräte, sogenannte Klickdetektoren (C-PODs), werden für 2 Jahre dauerhaft unter Wasser verankert. Das Projekt wird seit 2010 im Rahmen des EU-Umweltförderprogramms LIFE+ finanziert und endet im Dezember 2014. Die gewonnenen Daten geben Aufschluss über die geografische Verbreitung der Tiere, aktuelle Bestandszahlen und saisonale Wanderungen.

 

Ein effektiver Schutz dieser seltenen Tiere kann nur durch mehr Wissen über sie gewährleistet werden. Letztendlich dient dieses Projekt dem Zweck, geeignete Schutzgebiete auszuweisen und Schutzmaßnahmen zu entwickeln, um eine langfristige Stabilisierung der Schweinswalpopulationen in der Ostsee gewährleisten zu können.


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