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Freitag, 20. Oktober 2017
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Ozeaneum

Entdeckung Nr.197

Neugierige Blicke in die Tiefen der Ozeane

Die eigenartige Konstruktion in Gelb und Aluminium im oberen Lichthof des OZEANEUMs zieht sicher manch fragende Blicke auf sich. Sie ist Teil der Ausstellung zur Erforschung und Nutzung der Meere. Wenn zwar auffällig, aber äußerlich wenig spektakulär, so gehört der Tiefsee-Lander - gemessen an seiner Leistung und Bedeutung für die Tiefseeforschung - doch zu den bemerkenswertesten technischen Exponaten.

 

Das gezeigte Exemplar ist das erste deutsche Unterwasser-Messgerät dieser Art. Der sogenannte Ur-Lander wurde erstmals 1986 vom deutschen Forschungsschiff „Meteor“ im Nordatlantik eingesetzt. Bis 1991 kam er zudem im Roten Meer wie im Indischen Ozean zum Einsatz und erreichte Tiefen bis zu 5000 Meter. Lander können als unbemannte Geräte manchmal Tage oder gar Monate unter Wasser arbeiten. 

 

Die Tiefsee ist eine unwirtliche Welt, für den Menschen nur unter schwierigen Umständen und nur für kurze Zeit erreichbar. Sie ist daher weniger erforscht als der nahe Weltraum. Immer mehr aber übernehmen technologisch hochentwickelte Forschungsgeräte die Aufgabe, die Umweltbedingungen in großer Tiefe zu erkunden. Lander messen unter anderem Salzgehalt, Temperaturen oder Strömungsverhältnisse. Sie entnehmen Wasser- und Bodenproben, sammeln am Boden lebende Tiere und Pflanzen ein. Videokameras halten alles fest, was in den Bereich der Scheinwerfer gerät.

 

Das rund 200 Kilogramm schwere Gestell wird durch Eisenplatten zum Absinken gebracht. Die leuchtend gelben Kugeln dienen als Auftriebskörper und erleichtern das Wiederfinden auf hoher See.        


Diese Entdeckung finden Sie im OZEANEUMZur Webseite >>

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