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Montag, 11. Dezember 2017
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Meeresmuseum

Entdeckung Nr.198

Die Karriere der Wachsrosen

Vom Mittelmeer ins Adria-Becken im MEERESMUSEUM und von dort aus ins OZEANEUM verlief der Weg einiger Wachsrosen, die dort nun im Gezeitenbecken zu sehen sind. Seit 2002 leben die europäischen Seeanemonen mit den langen, farbigen Tentakeln in einem der Aquarien in der Katharinenhalle. Zusammen mit Klippenbarschen, einem Bärenkrebs und einer Riesengarnele kam die komplette Beckenbesatzung von der Adriaküste vor Kroatien ins Museum nach Stralsund. Hier sind die Mittelmeertiere längst heimisch geworden, wie insbesondere die Wachsrosen durch reichliche Vermehrung kundtun.

 

Scheinbar fest mit dem felsigen Untergrund verbunden, entwickeln die Nesseltiere im Laufe der Zeit dichte Kolonien. Denn sie sind durchaus beweglich und können, wenn auch nur langsam, durchs Aquarium wandern. Sie tun dies mit ihrer kräftigen Fußscheibe, die sie für die Fortpflanzung auch teilen können, woraufhin aus einer Wachsrose zwei entstehen. So ist kaum verwunderlich, dass im Laufe der Jahre in dem Adria-Becken ein dichter Bewuchs entstand. Die nun algenbesetzten Lücken in der Kolonie entstanden durch die Entnahme zahlreicher Seeanemonen. Rund 200 Exemplare sind so ins Museum am Stralsunder Hafen umgezogen, um dort ein neues Aquarium zu besiedeln.      

 

Besonders schön wirken die Wachsrosen, wenn sich ihre Tentakel mit der Strömung bewegen. Die attraktive grün-violette Färbung entsteht durch Algen, mit denen die Seeanemonen in Symbiose leben. Aber auch Plankton und bisweilen kleine Fische, die von den Nesselzellen betäubt werden, gehören zur Nahrung. Im MEERESMUSEUM steht aber eher zerkleinertes Garnelenfutter auf dem Speiseplan.


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