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Donnerstag, 19. Oktober 2017
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Ozeaneum

Entdeckung Nr.21

Algen und Seegras - wertvolle Rohstoffe aus dem Meer

Ob Rot,- Grün- oder Braunalgen – die in der Ostsee vorkommenden Algenarten sind vielfältig und zahlreich. Ihre Verbreitung variiert nach Salzgehalt und damit nach ihrer Nähe zur Nordsee. Vor allem in den westlichen Abschnitten des baltischen Binnenmeeres ist der Artenreichtum besonders groß, wie in der Algenvitrine in der Ostseeausstellung des OZEANEUMs dargestellt. Die dichten und bisweilen riesigen Algenformen bilden einen eigenen Lebensraum, Nahrungsgrundlage sowie Schutz für viele Fische und Meeresbewohner. Die nährstoffreichen Wasserpflanzen genießen aber in anderen, speziell asiatischen Kulturkreisen, ebenso großes Ansehen im Nutzen für die Menschen. Ihr Einsatz in der Medizin, Ernährung oder Kosmetik gewinnt seit einiger Zeit auch in europäischen und deutschen Wirtschaftsbereichen zunehmend an Bedeutung. Algenprodukte werden als ökologische Dämmstoffe verwendet, sind Bestandteil von Natur- und Meereskosmetik und erleben in der heimischen Küche ihren Siegeszug als wertvolle Nahrungsmittel. Es gibt sogar schon Algentee und Algenwein.

 

Insbesondere der Zuckertang (Laminaria saccharina) wird in der Kieler Förde seit 2001 in speziellen Algenfarmen gezüchtet und weiter verarbeitet. An langen Leinen kommen die Algensporen aus dem Labor in die freien Aquakulturen, wo sie im Herbst umweltverträglich abgeerntet werden können. Der Extrakt des Zuckertanks ist für seine antibakterielle und blutdrucksenkende Wirkung bekannt und findet zudem Verwendung in der Antikrebsforschung. 

 

Spezialisierte Firmen wie oceanBasis aus Kiel stellen aus Algen und Meerwasser zahlreiche kosmetische Wirkstoffe und Wellnessprodukte her, die in der Hautpflege eingesetzt werden und auch gegen Neurodermitis und Schuppenflechte wirksam sind.

 

Eine in der ganzen Ostsee auftretende Meerespflanze (keine Alge) ist das Seegras (Zostera marina), das ähnlich wie an Land weite, dichte Wiesen bilden kann, in denen zahlreiche Lebensformen Grundlage für Nahrung und Vermehrung finden. Das Seegras gehört trotz seiner großen Verbreitung zu den gefährdeten Arten und steht in Deutschland auf der Roten Liste.         


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