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Dienstag, 12. Dezember 2017
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Ozeaneum

Entdeckung Nr.202

Wanderer zwischen Hoch- und Tiefsee

Neuzugang im OZEANEUM. Vorerst zu fünft ziehen etwas merkwürdig anmutende Fische im Ärmelkanal-Becken die Blicke auf sich. Mit ihrer flachen und hohen Körperform, der auffälligen roten Färbung und den übergroßen Augen passen die Eberfische nicht unbedingt in das gängige Bild nordischer Meeresbewohner, die im Vergleich zu tropischen Fischen oft ein wenig an Farbe vermissen lassen. Ihr Aussehen aber ist ihrer Herkunft angepasst.

 

Eberfische gelten als Wanderer zwischen Hoch- und Tiefsee und sind darum nicht oft in Aquarien zu sehen. Ihr natürlicher Lebensraum liegt zwischen 50 und 200 Meter Meerestiefe. In den tieferen Wasserbereichen, in denen das Licht immer weniger wird, verändert sich das Rot in Schwarz – eine perfekte Tarnung also. Auch die großen Augen sind den schlechten Sichtverhältnissen in diesen Tiefen angepasst. Die Eberfische im OZEANEUM stammen aus dem Atlantik vor Südengland. Sie kommen aber auch im Mittelmeer und in der Nordsee vor.

 

Die Präsentation solch relativ seltener Fische ist meist mit einem ungewöhnlich hohen Aufwand verbunden. Gefangen von Berufstauchern, erfolgt der aufwändige Transport per Kühltransporter in fahrenden Aquarien quasi. Nach ihrer Ankunft verbringen die Fische einige Wochen oder gar Monate zunächst in den Quarantänebecken. Hier werden sie gegen natürliche Parasiten behandelt, an das Aquarienwasser gewöhnt und „futterfest“ gemacht, das heißt auf die Fütterung mit totem Futter eingestellt. Erst wenn die Neuankömmlinge die Umstellung gut überstanden haben, können sie in den Schaubecken die Museumsbesucher erfreuen.      


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