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Samstag, 21. Oktober 2017
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Meeresmuseum

Entdeckung Nr.205

Ein Heim für zu große Haie

Schichtwechsel im Haibecken. Wer die großen Ammenhaie - Anna und Anton - im MEERESMUSEUM vermisst, muss diese nun im Schwarmfischbecken im OZEANEUM suchen. An ihre Stelle sind seitdem Leopardmarderhaie gerückt. Diese gehören wegen ihrer glatten Haut zu den sogenannten Glatthaien, werden aber auch als Marderhaie oder Hundshaie bezeichnet. Auffällig sind die großen dunklen Hauttupfen, denen sie ihren Namen verdanken.    

 

Drei dieser auffälligen Haie ziehen im Haibecken jetzt ihre Runden - ein Männchen und zwei weibliche Tiere. Wie das Trio zusammenfand, ist eine der bisweilen wunderlichen Geschichten, von denen die Aquarianer immer wieder neue erzählen können.

 

Es begann mit einem Pärchen, das ein trauriges Ende fand. Zurück blieb eine einsame Witwe, für die verzweifelt ein neuer Partner gesucht wurde. Kein einfaches Unterfangen, denn diese Haiart ist recht selten in Aquarien zu sehen. Ein Zufall jedoch spielte den Museumsaquarianern dann unerwartet in die Hände. In einer Partnereinrichtung - der Stuttgarter „Wilhelma“ - sollten zwei ausgewachsene Leopardmarderhaie ausgesondert werden, weil diese für ihr Heimbecken zu groß wurden. Gerne also boten sich die Stralsunder an, den Asylsuchenden ein neues Zuhause zu gewähren und ihrer Haidame zwei neue Artgenossen an die Seite zu stellen. Es dauerte aber noch rund ein Jahr und viel Überzeugungsarbeit, bis die Übernahme der wertvollen Tiere zustande kam.       

 

Nun aber drehen die Alteingesessene und die Neuankömmlinge - als „Zuchtleihgabe“ deklariert - zusammen und glücklich ihre Runden. Wann es allerdings mit der „Zucht“ klappt, steht noch in den Sternen.  


Diese Entdeckung finden Sie im MEERESMUSEUMZur Webseite >>

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