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Donnerstag, 19. Oktober 2017
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Meeresmuseum

Entdeckung Nr.208

Die Kunst der perfekten Tarnung

Sie sind Fische, sehen aber aus wie treibendes Seegras, wie fleckiges Gemüse, das zufällig ins Wasser geraten ist, wie bemalte, algenbewachsene Steine oder ein schwebendes Seidenknäuel. Man kann sie auch ganz anders beschreiben, weil Formen und Farben irgendwie nie gleich bleiben und schon gar nicht in das gängige Bild klassischer Fische passen. Das menschliche Auge muss sich zuweilen schon sehr anstrengen, diese perfekt an ihre Umwelt angepassten Tiere überhaupt wahrzunehmen. Genauer und im Detail betrachtet sind diese bizarren Geschöpfe aber wunderschön, eben weil sie nicht wie „normale“ Fische aussehen, sondern wie eigenwillige, geradezu kunstvolle Kreationen der Natur erscheinen.

 

Skurril wie ihr Aussehen, sind auch die Namen dieser ungewöhnlichen Tropenfische. Da gibt es den Tentakel-Drachenkopf – ein Lauerjäger, der sich zwischen Korallen, Schwämmen und Seescheiden versteckt. Oder den Harlekin-Geisterpfeifenfisch, der mit seinen zahlreichen fransigen Auswüchsen zwischen Algen, Fächerkorallen oder Haarsternen eine perfekte Tarnung findet. Der Rundflecken-Anglerfisch sucht die Nähe von Schwämmen und gleicht einem unförmigen Stein, bei dem man nur schwer vorne von hinten unterscheiden kann. Der Chinesische Teufelsfisch schließlich ist ein gut angepasster Bodenfisch, der bewegungslos auf seine Beute wartet. Die Strahlen seiner Rückenflossen sind giftig und er wird in seiner Heimat „Schluckspecht“ genannt, weil er auch vor großen Happen nicht zurückschreckt.

 

In zwei kleinen Schauaquarien des MEERESMUSEUMs lassen sich diese wundersamen Erscheinungen der Meere leicht und aus der Nähe beobachten.


Diese Entdeckung finden Sie im MEERESMUSEUMZur Webseite >>

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