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Dienstag, 12. Dezember 2017
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Ozeaneum

Entdeckung Nr.209

Fischfutter aus dem Eimer

Wie bekommt man einen Rochen satt, wenn ein hungriger Makrelenschwarm darüber auf dessen Futter lauert? Sechs Kuhrochen oder auch Entenschnabelrochen – so genannt wegen ihrer spitzen Kopfform – müssen sich im Schwarmfischbecken drei Mal wöchentlich einer extremen Futterkonkurrenz erwehren. Sobald für sie leckere Fischhappen ausgelegt werden, stürzen sich die anderen Beckenbewohner mit Vorliebe darauf und die Rochen gehen leer aus. 

 

Das von Adlerrochen – zu denen auch die Kuhrochen gehören - bevorzugte Futter sind Muscheln oder Schnecken. Deren Schalen zermahlen sie mit harten, aber flachen Zähnen, die in 7 Reihen angeordnet sind. Die Überreste der Schalen haben sich im Laufe der Zeit mit dem dunklen Bodensand vermischt. Daher sind einige Stellen im großen Becken fast weiß. Rund 10 Kilogramm Muscheln kommen an den Futtertagen zum Einsatz. Um den Speiseplan der eleganten Schwimmer aufzupeppen, wird aber auch mundgerecht geschnittenes Fischfilet an sie verfüttert. Dabei spielt die richtige Futtergröße eine entscheidende Rolle: ist das Stück Fisch zu klein, fressen es die anderen, ist es zu groß, brauchen die Rochen sehr lange, um es zu zerkleinern.    

 

Die Aquarianer im OZEANEUM müssen darum zu findigen Tricks greifen. Gegenwärtig wird versucht, das Futter unmittelbar am Beckenboden auszulegen. Zuvor werden die anderen Futterneider an der Wasseroberfläche abgelenkt. Dann wird ein Eimer an langen Leinen hinabgelassen und den Rochen eine Futterspur unmittelbar vor die Schnauzen gelegt. Das erfordert viel Übung und Fingerfertigkeit. Unterstützt wird die Aktion zudem von außen durch Beobachter mit Sprechfunk.       


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