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Montag, 11. Dezember 2017
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Meeresmuseum

Entdeckung Nr.210

Klickdetektoren - dem Schweinswal auf der Spur

Wie erforscht man die Ökologie des Schweinswales? Über Jahrhunderte hinweg konnten Kenntnisse über Verbreitung und Verhalten dieser scheuen Tiere nur durch visuelle Beobachtungen vom Land oder Schiff aus gewonnen werden.

 

Neue Techniken machen es möglich, nun auch Aussagen über das Vorkommen, die Verbreitung und das Verhalten im Freiland anhand aufgezeichneter Echoortungslaute zu machen.  

 

Seit 1997 werden verschiedene Schweinswal-Echoortungs-Detektoren, sogenannte PODs (Porpoise Detector) hergestellt. Hierbei handelt es sich um automatische, passiv akkustische Monitoringsysteme, welche  die ausgestoßenen Klicklaute von Zahnwahlen mit Hilfe eines Unterwassermikrofons aufzeichnen und verarbeiten.

 

Die PODs werden an Verankerungssystemen fünf bis sieben Meter unter der Wasseroberfläche befestigt und registrieren dort den genauen Zeitpunkt und die Dauer von Echoortungslauten aber auch anderen Geräuschen. Das Meeresmuseum ist einer der Vorreiter im Einsatz dieser Technik und seit dem Jahr 2002 werden regelmäßig PODs in der deutschen Ostsee ausgebracht. Etwa alle zwei Monate werden die Batterien der Geräte auf See ausgetauscht und die Daten gesichert.

 

Mit einem Computerprogramm werden dann an Land die hochfrequenten Schweinswallaute herausgefiltert. In Gebieten in denen nur sehr wenige Schweinswale vorkommen, kontrolliert das Forscherteam des Deutschen Meeresmuseums die Ergebnisse manuell.

 


Diese Entdeckung finden Sie im MEERESMUSEUMZur Webseite >>

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