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Montag, 11. Dezember 2017
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Nautineum

Entdeckung Nr.215

Wie der alte Whisky verschwand

Die Türen stehen offen, es riecht nach Teer und Ölzeug, nur kurz sind die Fischer draußen, Pausenbrot und Tageszeitung warten auf die Rückkehr. So erleben die Besucher im NAUTINEUM Arbeitswelt und Alltag der Fischer beim Eintritt in eine traditionelle Fischerhütte. Anders als bei vielen Ausstellungen dürfen die Exponate hier berührt und genauer in Augenschein genommen werden. Das wilde Sammelsurium an alten Werkzeugen, Fangmaterialien und alltäglichen Gebrauchsgegenständen gehören zur originalen Ausstattung, wie diese über viele Generationen an der Küste gebräuchlich war. Die festgehaltene Momentaufnahme stammt aus den 80er Jahren, mit Zeitungen, politischer Lektüre, Bier und „Köm“ aus dieser Zeit und mehr als hundert Jahre alten Fischerwerkzeugen. 2002 konnte die gesamte Einrichtung in Glowe vor dem üblichen „Verbrennen“ gerettet werden und stellt nun ein einzigartiges Zeitzeugnis dar.     

 

Wer die besondere Atmosphäre wahrnehmen will, sollte sich am Tisch niederlassen und den Blick schweifen lassen, wie einst die Fischer. Dann kann der Besucher vielleicht die leisen Pausengespräche erhaschen und einen Tropfen mittrinken, zum Aufwärmen und Erheitern. Was übrigens schon vorgekommen ist, wie die Chronik zu berichten weiß. Denn anfänglich war eine Flasche „Falkner“, damals ein beliebter DDR-Whisky, noch halbvoll und manche Besucher konnten wohl nicht widerstehen, an der Flasche zu kosten. Auch dann, als diese von den anfangs überraschten Mitarbeitern mit Tee nachgefüllt wurde.    

 

Außer diesem „kostbaren“ Verlust zeigen die Besucher offensichtlich viel Achtung vor den historischen Eindrücken, so dass bislang kaum einer der alten Gegenstände verloren ging.


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