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Freitag, 20. Oktober 2017
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Meeresmuseum

Entdeckung Nr.216

Je nach Bedarf - mal Männchen, mal Weibchen

Man möchte gewisse Fische bewundern. Machen sie sich das Liebensleben doch ungemein einfach. Wenn es mit dem anderen Geschlecht mal nicht klappt – aus welchen Gründen auch immer - wird kurzerhand die Seite gewechselt und schon stimmt der Sex wieder. Doch ganz so einfach ist es auch in einem Fischleben nicht. Der Wechsel zwischen den Geschlechtern ist stets von bestimmten Faktoren abhängig und nicht allein eine Frage der Lust. 

 

Clownfische etwa, bekannt auch durch die Filmfigur „Nemo“, kommen nur als Männchen zur Welt. Damit es mit der Arterhaltung aber klappt, können sie sich später hormongesteuert zu Weibchen entwickeln. Auch bei der Paarbildung zeigen sich diese Anemonenfische ungemein flexibel. Stirbt die Partnerin, übernimmt der Witwer deren Rolle und sucht sich ein neues Männchen.

 

Bei Brassen wiederum wird das Geschlecht über das Wachstum geregelt. Junge, kleinere Exemplare sind männlich, größere dagegen wandeln sich zu weiblichen Tieren, weil ihr Körper erst dann mehr Platz für den Rogen bietet.  

 

Anders verläuft es bei den Schriftbarschen, die im Mittelmeeraquarium im MEERESMUSEUM zu erleben sind. Diese Einzelgänger sind echte Zwitter. Sie haben also gleichzeitig männliche und weibliche Geschlechtsprodukte.

 

Bei den Fahnenbarschen dagegen sind die Jungtiere zunächst weiblich. Mit der Geschlechtsreife erfolgt die Wandlung zu Männchen. Das stärkste unter ihnen verhindert dann aber den Geschlechtswechsel der anderen und hält sich so einen umfangreichen Harem. So ist das größte und stärkste Tier stets ein Männchen. Stirbt dieses, übernimmt das größte Weibchen die Führungsrolle und wird männlich.   


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