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Freitag, 20. Oktober 2017
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Nautineum

Entdeckung Nr.219

Unschöne Bilder zur blutigen Jagd nach den Riesen

Walbesuch ist auf dem Freigelände des NAUTINEUMs keine Seltenheit. Doch es sind keine schönen und sehenswerten Anlässe. Unmittelbar an der Kaikante und wegen einer ausreichend großen Fläche zur Bearbeitung kommen in der Ostsee gestrandete und verendete Wale hierher, um der Wissenschaft einen letzten Dienst zu erweisen. Mitarbeitern des Deutschen Meeresmuseums und fachkundigen Helfern obliegt dann die traurige wie anstrengende Aufgabe, die oft riesigen Kadaver zu sezieren, zu untersuchen und deren Skelette für die spätere Präparation freizulegen.  

 

Dass dabei Werkzeuge und Hilfsmittel wie beim früheren Walfang zum Einsatz kommen, liegt an deren erprobten Wirksamkeit. Zentner- oder tonnenschwere Walteile abzutrennen und zu transportieren, ist kein einfacher Vorgang, sondern setzt entsprechende Erfahrungen und Erprobung voraus.

 

Wie dies in den Hochzeiten des Walfangs ausgesehen hat, zeigen in einer kleinen Ausstellung originale Exponate und ein alter Filmstreifen von 1935. Mit düsterer Wandfarbe und im scharfen Kontrast zu den bleichen Walknochen ist der Vorführraum kein Ort der Freude oder Begeisterung. Eher nachdenklich stimmen darum auch die Bilder, die die schwere und blutige Arbeit der Walfänger zeigen. Was aus heutiger Sicht so gar nicht passen will, ist der heroische und glorifizierende Ton der zeitgenössischen Kommentare. Damals war man sich der existenziellen Folgen für viele Walarten noch nicht bewusst. Heute ist Walfang bis auf wenige Ausnahmen längst weltweit verpönt und geächtet.     

 

Dennoch sind Film und Jagdwerkzeuge wichtige historische Dokumente, die neben dem Zeitgeschehen vielmehr den Bewusstseinswandel im Umgang mit der Natur bezeugen.


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