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Freitag, 20. Oktober 2017
365-Entdeckungen Startseite
Meeresmuseum

Entdeckung Nr.225

Per Schlitten durch die Altstadt

Ein Schiff und rundherum kein Wasser. Wenn die Besucher oft ehrfürchtig den Fischkutter im Hof des MEERESMUSEUMs betrachten, ist die Frage nie fern, wie das 17 Meter große Schiff wohl an seinen jetzigen Standort gelangt sein könnte. Als das beeindruckende Exponat 1973 vom Hafen ins Museum transportiert wurde, war eine ganze Stadt in Aufruhr. Es war seinerzeit eine beachtliche Leistung, den sperrigen Schiffskörper mit 55 Tonnen Gewicht durch die engen Altstadtgassen zu bugsieren.  

 

Zuvor hatte das Deutsche Meeresmuseum das Schiff käuflich erworben, das 1949 als erster Fischkutter der DDR-Hochseeflotte in der Boddenwerft in Barth gebaut wurde. Ein wahrhaft historisches und einzigartiges Ausstellungsstück also. Um dieses für die Nachwelt zu bewahren und im Museum zeigen zu können, war eine enge Zusammenarbeit quer durch die Betriebe der Hansestadt notwendig. Auf der Stralsunder Volkswerft wurde eigens ein Transportschlitten konstruiert und eine Spezialtruppe ersann eine technische Methode und einen machbaren Weg durch die Altstadt. Insgesamt 37 Personen, 5 schwere LKW und ein Kran waren schließlich an der Überführung beteiligt.

 

Zum Schutz des Straßenbelages liefen die Kufen des Transportschlittens auf extra gefertigten Gleitblechen, die im Rotationsverfahren jeweils vorne wieder angelegt wurden. Als besonders schwierig erweisen sich dabei die engen, kurzen Kurven. Die letzte Fahrt der „Reichwein“ verlief jedoch ohne größere Schäden und so waren schließlich alle Beteiligten zufrieden, dass der Kutter unbeschadet seinen jetzigen Platz auf dem Museumshof erreichte.


Diese Entdeckung finden Sie im MEERESMUSEUMZur Webseite >>

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