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Dienstag, 12. Dezember 2017
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Ozeaneum

Entdeckung Nr.228

Immer das Haus dabei – mobiles Wohnen der anderen Art

Besucher die durch das OZEANEUM streifen, werden in den Aquarienbecken immer wieder kleine Krebse entdecken, die aus Schneckenhäusern herausschauen. Bei diesen Tieren handelt es sich um Einsiedlerkrebse, die nicht aus modischen Gründen, sondern zum eigenen Schutz in ausgedienten Schneckenhäusern leben.

 

Im Gegensatz zu vielen anderen Krebsen haben Einsiedlerkrebse einen sehr weichen Hinterleib, der nicht durch einen kräftigen Panzer geschützt wird. Aus diesem Grund suchen sie sich ein passendes Schneckenhaus, in das sie den Hinterleib hinein stecken. Mit vier verkümmerten Beinchen halten sie sich in ihrer temporären Behausung fest. So können sie sich auch mit dem Haus vollkommen frei bewegen. Einsiedlerkrebse haben insgesamt fünf Gliedmaßenpaare.

 

Einige Einsiedlerkrebse schmücken ihr Heim mit Seeanemonen, die dem Schutz vor Feinden dienen. Denn Seeanemonen gehören zu den Nesseltieren und können kleine Lebewesen aber auch Angreifer mit ihrem Nesselgift töten. Von dieser Verbindung haben beide einen Vorteil, denn die Anemone wird im Gegenzug von dem Krebs umher getragen und gelangt auf diese Weise an Nahrungsquellen, die sie allein nicht erreichen würde.

 

Immer wieder wechselt der Einsiedlerkrebs im Laufe seines Lebens das Schneckenhaus. Besonders in den ersten Lebensmonaten, wenn er sich noch im Wachstum befindet, benötigt er häufig ein entsprechend größeres Haus. Aus diesem Grund halten die Aquarianer des OZEANEUMs stets eine Auswahl an Schneckenhäusern in verschiedenen Größen für die kleinen Krebse bereit.


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