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Donnerstag, 19. Oktober 2017
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Meeresmuseum

Entdeckung Nr.231

Regungslose Jäger im Riff

Wenn plötzlich ein Besucher voller Erstaunen mit dem Finger in ein Aquarium zeigt, hat er vielleicht gerade einen Korallenwächter beim Wechsel seines Beobachtungspostens im Becken entdeckt.

 

Meistens jedoch bleiben diese kleinen Fische einfach unentdeckt. Stundenlang verharren sie regungslos auf höher gelegenen Plätzen im Korallenriff und verfolgen nur mit ihren Augen das Geschehen in der Umgebung, um dann blitzschnell ihre Beute zu schnappen. Diesem Verhalten verdanken sie ihren Namen. Die Fortbewegung erfolgt meist mit kurzen Schwimmstößen, was einem Hüpfen ähnelt.

 

Alle Vertreter der über 30 Arten der Korallenwächter-Familie besitzen an den Enden ihrer Rückenflossenstacheln eine oder mehrere feine Borsten, weshalb sie auch den Namen Büschelbarsche tragen. Die meisten Korallenwächterarten erreichen eine Größe von 6 bis 15 Zentimeter.

 

Das Vorkommen der Korallenwächter erstreckt sich hauptsächlich auf den Indopazifik, es gibt aber auch einige Arten in der Karibik, im Atlantik und in westafrikanischen Gewässern. Zu ihrer Futterpalette gehören kleine Krebse, Garnelen und Fische.

 

Korallenwächter leben paarweise oder ein Männchen mit mehreren Weibchen in einem Haremsverband in den Flachwasserzonen der Korallenriffe. Ihre festen Reviere werden oft aggressiv gegen andere Artgenossen verteidigt.

 

In verschiedenen Becken des MEERESMUSEUMs kann man zum Beispiel den rot-weiß gestreiften Langnasen-Korallenwächter, der mit seinem langgestreckten Maul speziell an ein Leben in Gorgonien angepasst ist, oder den Gestreiften Korallenwächter beobachten.


Diese Entdeckung finden Sie im MEERESMUSEUMZur Webseite >>

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