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Dienstag, 17. Oktober 2017
365-Entdeckungen Startseite
Meeresmuseum

Entdeckung Nr.233

Baumeister unter Wasser

Erzählen die Mitarbeiter des MEERESMUESEUMs bei einer Führung von Brunnenbauern, schauen die Besucher erst einmal ungläubig, weil sich unter diesem Begriff kaum jemand einen Fisch vorstellen kann. In den meisten Becken werden die Tiere auch trotz Beschriftung übersehen, denn die Vertreter der etwa 70 Arten dieser Familie werden nur 10 bis 12 Centimeter groß und leben ständig in ihren senkrechten Wohnröhren im Bodengrund, aus denen sie meist nur mit dem Kopf heraus schauen.

 

Um den Besuchern diese interessanten Meeresbewohner näher zu zeigen, wurde im MEERESMUSEUM eigens das Aquarium 26, eines der kleinen 100 Liter fassenden Becken, als „Brunnenbaueraquarium“ eingerichtet. In diesem Becken, mit entsprechend hohem Sandgrund und nur wenigen, ruhigen Mitbewohnern vergesellschaftet, fühlen sich die Brunnenbauer wohl und sicher und zeigen sich auch längere Zeit am Eingang ihrer Wohnröhren.

 

Die Tiere leben paarweise oder in kleinen Gruppen in einem Revier. Jeder in einer Sandröhre, in die sie mit dem Schwanz voran schwimmen. Die Wände dieser Sandröhren werden mit kleinen Steinchen, Muscheln und Korallenstücken verstärkt und mit dem von den Tieren auf der Haut gebildeten Schleim, verfestigt. Die männlichen Brunnenbauer sind Maulbrüter. Sie locken zur Paarung ein Weibchen in ihre Wohnröhre und nach der Eiablage tragen sie die Ei-Klumpen bis zum Schlupf der Jungfische, etwa 8 bis 9 Tage, im Maul.

 

Die in Aquarien am häufigsten gehaltene Brunnenbauerart ist der Goldstirn-Brunnenbauer aus der Karibik, der auch im MEERESMUSEUM zu beobachten ist. Ein Pärchen dieser Art lebte sieben Jahre hier im Aquarium und pflanzte sich auch erfolgreich fort.

 


Diese Entdeckung finden Sie im MEERESMUSEUMZur Webseite >>

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