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Dienstag, 12. Dezember 2017
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Ozeaneum
Entdeckung vom 03. September 2011

Entdeckung Nr.246

Ein waschechter Ostseebewohner

Die Ringelrobbe ist ein weit verbreiteter Arktisbewohner und die dort am häufigsten vorkommende Robbenart, deren Bestände in mehreren Millionen geschätzt werden. Weit weniger zahlreich hat sich vor rund 10.000 Jahren eine Unterart in der nördlichen Ostsee entwickelt und bis heute erhalten: Die Ostsee-Ringelrobbe. Heute leben nur noch rund 10.000 Individuen in den winterlichen Eiszonen des Binnenmeeres. Die Populationen im Bottnischen und Finnischen Meerbusen sowie im Golf von Riga sind also ursprüngliche und traditionelle Bewohner der Ostsee. Die Konzentration auf diese territorialen Bereiche lässt die Robben aber schon in unseren Regionen an der südlichen Ostsee als „Irrgast“ erscheinen. Selten geraten einzelne Tiere so tief in den Süden.

 

Eine wesentliche Lebensbedingung für die Ringelrobben ist das Meereis. Vor allem für die Geburt und Aufzucht ist über einen Zeitraum von mindestens drei Monaten eine geschlossene Eisdecke notwendig. Dort wachsen die neugeborenen Jungtiere in geschützten Eishöhlen heran. Ihr typisch weißes Fell kann sie aber nur im Trockenen vor der Kälte bis -25 Grad Celsius schützen. Im nassen Zustand liegt die kritische Temperatur jedoch bei Null Grad Celsius. Der drohende Rückgang des Eises aufgrund der globalen Klimaerwärmung wird für die Ostsee-Ringelrobbe darum zur existenziellen Bedrohung, wie auch in der Ostsee-Ausstellung im OZEANEUM dargestellt.

 

Das Exponat dort zeigt eine echte Ostsee-Ringelrobbe, die von Finnischen Wissenschaftlern als Beifang geborgen und dem Deutschen Meeresmuseum zur Verfügung gestellt wurde. Das Präparat stammt aus der Stralsunder Präparationswerkstatt.


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