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Dienstag, 12. Dezember 2017
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Ozeaneum
Entdeckung vom 06. September 2011

Entdeckung Nr.249

Klein im Hauskeller, in der Tiefsee riesengroß

Wer kennt sie nicht, die Kellerassel? Dort wo es ausreichend feucht ist, findet man diese kleinen Krebstiere mit ihrem geteilten, schuppenförmigen Panzer, in die sie sich bei Gefahr zur Kugel zusammenrollen können. Kaum einen Zentimeter groß, schenken wir den Kellerasseln zumeist aber nur wenig Beachtung.

 

Größer und gefragter hingegen sind ihre Verwandten in der Tiefsee. Diese können eine erstaunliche Länge von mehr als 30 Zentimeter erreichen und über ein Kilogramm schwer werden. So wird verständlich, dass das Deutsche Meeresmuseum diese „Giganten“ der Tiefsee seinem Publikum gerne vorführen möchte. Dies geschah bis 2009 noch mit Hilfe von sporadischen Leihgaben aus anderen wissenschaftlichen Einrichtungen, bevor ein Exemplar in die museumseigene Sammlung überging.

 

Bei einer Größe von 25 Zentimeter ist es eines der größten Exemplare in deutschen Sammlungen. Sie ist das Geschenk von Simon Weigmann, seinerzeit Biologiestudent an der Hamburger Universität. Seit einem Besuch im OZEANEUM kannte er die Nöte der Stralsunder Kollegen und übergab ihnen das Fundstück, das er von einem Forschungsprojekt auf den Philippinen mitbrachte. Es wurde von regionalen Fischern aus 350 bis 400 Meter Tiefe gefangen.

 

Auch in der Ostsee gibt es Vertreter der Asselfamilie. Die Baltische Riesenassel wird mit neun Zentimeter Länge jedoch nicht ganz so groß. Riesenasseln sind Aasfresser, die auf Schlick oder Sandböden leben.

 

In Kürze wird die Riesenassel aus der Tiefsee in der Ausstellung 1:1 Riesen der Meere des OZEANEUMs zu bestaunen sein.


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