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Dienstag, 12. Dezember 2017
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Ozeaneum
Entdeckung vom 08. September 2011

Entdeckung Nr.251

Ein Wrack mit Lumb und Leng

Diese beiden dorschartigen Fische in einem Aquarium zu erleben, kann man durchaus zu den besonderen Attraktionen im OZEANEUM zählen. Lumb und Leng gehören sicher nicht zu den bekanntesten Fischarten. Das auch, weil sie Bewohner der oberen Tiefsee sind. Diese unbeschadet ans Tageslicht und in ein Aquarium zu bekommen, setzt einen ungewöhnlich hohen technischen wie pflegerischen Aufwand voraus.

 

Im Tiefseeaquarium mit der spektakulären Szenerie eines gesunkenen Schiffes ist nun ein solcher Lumb beheimatet, der aus dem Nordatlantik stammt. Diese Fische kommen dort in Tiefen bis zu 450 Meter vor und sind bodenorientiert, das heißt, sie leben über Fels-, Geröll- oder Kiesgrund. Der spindelförmige Körper des Lumbs kann eine Länge bis zu 110 Zentimeter erreichen. Auffällig sind die lange, durchgängige Rückenflosse und eine einzelne Bartel am Unterkiefer.

 

Der Leng dagegen lebt im Freiwasser bis in einer Wassertiefe von 400 Meter. Mit rund 1,80 Meter Körperlänge ist er der größte der dorschartigen Fische. Seine Rückenflosse ist zweigeteilt und er trägt am Maul eine unpaare Bartel. Ergänzt wird die ungewöhnliche Beckenbesatzung noch durch einen Meeraal, auch Conger genannt.     

 

Zusammen mit den neueingesetzten Wrackresten gewähren die Beckenbewohner den Besuchern also einen seltenen Blick in die Tiefsee. Wie die Taucher müssen auch die im Meer gefangenen Fische über eine langsame Dekompression an die veränderten Druckverhältnisse gewöhnt werden. Ein langwieriger und aufwändiger Prozess, der Tage in Anspruch nehmen kann. Erst mal an geringe Wassertiefen gewöhnt, sind sie aber beeindruckende Botschafter einer noch weitgehend unbekannten Welt.


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