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Donnerstag, 19. Oktober 2017
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Sammlungen DMM
Entdeckung vom 09. September 2011

Entdeckung Nr.252

Auf roten Stelzen durchs Salzwatt

Sie sind nur schwer zu übersehen, die Rotschenkel, wenn sie auf ihren hohen, roten Beinen durch die Wattflächen an der Nordsee oder die Salzwiesen an der Ostsee stelzen. Die Farbe Rot ist das unverkennbare Markenzeichen dieser rund 30 Zentimeter großen Schnepfenvögel, denn zur Brutzeit bekommt auch ihr Schnabel eine leuchtend rote Färbung. Ein deutlich sichtbarer Kontrast zum braun-weiß gepunkteten Gefieder.

 

Mit ihren langen Beinen sind die Rotschenkel bestens ausgerüstet für ihren Lebensraum, den flachen Feuchtgebieten entlang der Küsten Europas und Asiens. Dank ihres langen, kräftigen Schnabels können sie Insekten, Würmer, Schnecken, Krebstiere und kleine Muscheln aus dem Flachwasser fischen. Auch in Mecklenburg-Vorpommern ist der Vogel heimisch. Der einst häufige Brutvogel ist aber zunehmend gefährdet und steht auf der Liste der bedrohten Tierarten. Der Bestand wird in Deutschland aktuell auf 9.700 bis 12.000 Brutpaare geschätzt.

                

Als Ursache der Bestandsrückgänge gilt vor allem der Verlust an geeigneten Lebensräumen, wie Moore, Salzwiesen und wasserreiche Niederungen. Umso wichtiger ist darum die Bedeutung von Küstenvogelschutzgebieten wie die Barther Oie und die Insel Kirr, für die sich auch das Deutsche Meeresmuseum engagiert. Von dort stammen auch der Altvogel und sein Küken, die in der Ostsee-Ausstellung im MEERESMUSEUM als ansässige Brutvögel gezeigt werden. Die meist drei bis fünf Jungvögel im Gelege wachsen in Bodennestern zwischen dichter Vegetation auf. Sie sind Nestflüchter und nach rund drei Wochen flugfähig.        


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