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Donnerstag, 19. Oktober 2017
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Ozeaneum
Entdeckung vom 15. September 2011

Entdeckung Nr.258

Die Kunst, der Natur ganz nahe zu kommen

Im Meer ist es auch in der Nacht nie ganz dunkel, abgesehen von der Tiefsee. Lichtreflexe von Mond und Sternenhimmel erzeugen in den oberen Wasserschichten ein blau schimmerndes Licht, das die Unterwasserwelt sanft beleuchtet.

 

Um den Fischen und anderen Aquarienbewohnern möglichst artgerechte und natürliche Lebensbedingungen zu bieten, versuchen die Aquarianer im Deutschen Meeresmuseum auch die Lichtverhältnisse entsprechend zu steuern. Darum wird in den Nachtstunden das Licht nie vollständig abgeschaltet. Eine spezielle Mondbeleuchtung garantiert ausreichend Sicht, damit sich ruhende Fische, falls sie im Schlaf aufschrecken, nicht an der Dekoration verletzten.      

 

Ähnlich wichtig ist die Steuerung des Salzgehaltes in bestimmten Becken. Der Ostsee-Hering etwa wird bei seinen Wanderungen zwischen offener See und Boddengewässern mit wechselnden Salzkonzentrationen konfrontiert. Dieser Jahreszyklus wird auch im Heringsbecken des OZEANEUMs nachgestellt, um den Lebensrhythmus der Tiere nicht zu stören. Gleiches gilt für die Wassertemperatur.  

Salz ist ohnehin ein entscheidendes Element in den Meeresaquarien. Die Beschaffung vieler Millionen Liter Meerwasser lässt sich beileibe nicht durch den Transport vom Meer ins Museum realisieren. Die Wasserproduktion erfolgt vielmehr mit Hilfe einer aufwendigen Technik, bei der absolut reines Wasser mit künstlichem Meersalz vermischt wird. Um eine Salzkonzentration von 3,5 % wie im 2,6 Millionen Liter fassenden Schwarmfischbecken des Atlantiks zu erreichen, sind beispielsweise 81,5 Tonnen Salz notwendig.


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