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Samstag, 21. Oktober 2017
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Meeresmuseum
Entdeckung vom 17. September 2011

Entdeckung Nr.260

Fünf Delphin-Klone im Katharinenchor

Viele der großen Wal-Exponate im MEERESMUSEUM und OZEANEUM stammen von todgeweihten Irrläufern in der Ostsee. Einige davon mit beachtlichem Fundalter. Sie gelten heute auch als wichtige Dokumente früherer Walforschung. Ein seltenes Delphinskelett kam 1978 in die Magazine des Museums. Das stark verweste Tier wurde an der Küste Rügens gefunden.    

 

Viele andere Exponate wiederum wurden von Fischern der ehemaligen DDR-Fischereiflotte mit in die Heimat gebracht und dem Deutschen Meeresmuseum übergeben, so wie die Delphinschule im Chor der Katharinenhalle - ein willkommenes Mitbringsel mit einem allerdings überraschenden Ergebnis.

 

1970 geriet ein Gewöhnlicher Delphin vor der westafrikanischen Küste als Beifang in ein Fangnetz des Fischereischiffes Erich Weinert. Von dort brachte man es mit nach Stralsund. Da Delphine meist in großen Gruppen von oftmals mehr als 40 Tieren - sprich Delphinschulen - zusammenleben, wollten die Präparatoren des Museums kein einzelnes Exemplar vorzeigen. Also ging man kurzerhand daran, den Abdruck des Delphins mehrmals - in unterschiedlicher Haltung - zu kopieren. Die fünf dargestellten Ausstellungsstücke an der Chorwand stammen also von einem einzigen Tier - eine frühe Form des Klonens.  

 

Warum die Zahl Fünf gewählt wurde, bleibt unbekannt. Ebenso vielleicht auch, ob eine im Jahr 2008 zum Zeitpunkt der OZEANEUMs-Eröffnung in der Ostsee gesichtete Delphingruppe wirklich aus fünf Tieren bestand, wie nachgesagt. In Stralsund jedenfalls deutete man ihr Auftauchen als Delphin-Gruß an das neue Museum und als gutes Omen.


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